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Hohenzollernplatz soll behindertengerecht umgebaut werden

Der Hohenzollernplatz soll nach dem Vorschlag der CSU-Stadträte Evelyne Menges und Marian Offman behindertengerecht umgebaut werden. In einem Antrag hatten die Rathauspolitiker angeregt, auf dem Westschwabinger Platz dasselbe Verfahren anzuwenden, wie es derzeit am Platzl in der Innenstadt praktiziert wird. Eine Spezialfirma entfernt am Platzl mit einem eigens konstruierten Hochdruckwasserstrahl einen Teil der Fugen aus der Großpflasterdecke und füllt die Spalten anschließend mit Zementmörtel. Nach dem Aushärten des Zements wird die unebene Pflasteroberfläche großflächig abgeschliffen und damit geglättet.

Der Hohenzollernplatz hat jedoch Kleinsteinpflaster. Dieses Format eignet sich laut der Spezialfirma nur sehr bedingt für das Verfahren. Das Baureferat will deshalb im Frühjahr zunächst nur eine Musterfläche anlegen. Ein Gutachter soll dann bewerten, ob mit diesem Procedere der gesamte Hohenzollernplatz behindertengerecht gestaltet werden kann.

Baureferentin Rosemarie Hingerl will Westschwabings Lokalpolitiker "in das weitere Vorgehen" einbinden. Bislang wissen die Stadtteilvertreter von dem Vorhaben allerdings nichts, ein behindertengerechter Umbau des gesamten Platzes war "nie Thema bei uns", sagt Bezirksausschuss-Chef Walter Klein (SPD). Die Bürgervertreter hatten bisher lediglich einen blindengerechten Ausbau gefordert, der teilweise auch bereits umgesetzt wurde: Sehbehinderte Menschen finden dank spezieller Orientierungsplatten im Boden jetzt den direkten Weg vom Bus-Wartehäuschen zum U-Bahn-Eingang.