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Schwabing:Fehlalarm in der U-Bahn: Fahrgäste halten lauten Knall für Schuss

Am Hohenzollernplatz hat ein Mann so laut gegen eine Scheibe gehauen, dass Menschen in der U-Bahn einen Notruf absetzen.

Falscher Alarm am Hohenzollernplatz: Passanten hatten am Donnerstag gegen 14.15 Uhr einen Notruf abgesetzt, weil sie angeblich in der U-Bahn Schüsse gehört hatten. Wie sich herausstellte, hatte jedoch nur ein 39-Jähriger so heftig mit der Hand gegen eine U-Bahn geschlagen, dass es sich wie ein lauter Knall anhörte.

Der polizeibekannte Mann war offenbar aggressiv geworden, weil er es nicht mehr geschafft hatte, in die U-Bahn einzusteigen. Er zog den Nothalt, sprang ins Gleisbett und rannte dem gestoppten Zug hinterher zur Fahrertür, wo er mit der Hand gegen die Scheiben schlug, was Passanten als Schüsse missinterpretierten. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus, gab aber schon bald Entwarnung: Beamte nahmen den Mann fest, der unter den Zug gekrochen war und sich dort versteckt hatte. Er stand unter Drogen und hatte offenbar Wahnvorstellungen.

Bei U 1 und U 2 kam es bis zum Abend zu Verspätungen.

© SZ vom 04.08.2017 / ffu/axi

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