Schwabing:Es zieht unangenehm

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Die Fenster der Farinellischule sind morsch und undicht. Schulleitung und Lokalpolitiker fordern dringend die Sanierung

Von Ellen Draxel, Schwabing

Die Schwabinger Farinellischule ist eine Vorzeige-Grundschule. Schüler und Lehrer sind gern dort, das Schulklima stimmt, im Laufe eines Jahres finden immer wieder besondere Projekte statt. Auch einen Ganztageszug gibt es dort inzwischen.

Alles wunderbar also - wären da nicht die alten Fenster. Sie stammen noch aus dem Jahr 1964, sind mittlerweile morsch und undicht. Die frühere Rektorin Monika Völk hatte jahrelang für eine Sanierung oder einen Austausch der Fenster gekämpft, oft genug harrte sie selbst im Winter mit zusätzlichem Heizkörper und einer Decke in ihrem Zimmer aus. Den Sekretärinnen ergeht es bis heute ähnlich. Und auch "die Kinder sitzen total im Zug", kritisiert die neue Schulleiterin.

Unterstützung bekommen Lehrer und Schüler nun immerhin von lokalpolitischer Seite. "Die Fenster", fordert der örtlich zuständige Bezirksausschuss Schwabing-West, "gehören endlich saniert". Sie seien verrottet und ließen sich wegen Unfallgefahr nicht mehr öffnen.

Bislang, sagt der Sprecher des Referats für Bildung und Sport, Ulrich Lobinger, sei ein Austausch der Fenster nicht geplant gewesen. Künftig könne sich das aber ändern: "Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die aufzeigen soll, welche Optionen es für eine Modernisierung des Gebäudes gibt." Kleinere Ausbesserungsarbeiten, bereits organisiert, seien daher erst einmal "zurückgestellt" worden. Sollten bauliche Maßnahmen vorgenommen werden, fänden diese laut Lobinger vermutlich Eingang in das dritte Schulbauprogramm. "Noch allerdings liegt kein Ergebnis vor."

Westschwabings Bürgervertreter stört aber noch etwas anderes - die "hässliche" Betonmauer längs der Schleißheimer Straße, die das Sportgelände an der Ecke zur Farinellistraße begrenzt. Die Politiker bitten die Verwaltung, "Verschönerungs-Vorschläge" zur Gestaltung dieser Mauer zu unterbreiten. Eine erste Idee dazu äußerte eine Schwabingerin: Sie kann sich ein Graffito vorstellen, florale Motive mit heimischen Vögeln zeigend.

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