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Schwabing:Diskussion über die Clemensstraße

Die Debatte um die künftige Nutzung der Clemensstraße als Fahrradstraße reißt nicht ab. Nach den längeren Diskussionen um Vorfahrtsregelungen, Zufahrtsbeschränkungen und Tempolimits schlägt nun ein Bürger vor, Münchens erste Fahrradstraße zur Einbahnstraße umzuwidmen. Die Fahrbahn, so begründet er seine Forderung, sei "weitgehend zu eng für Begegnungsverkehr". Autos müssten deshalb oft anhalten, bremsten damit aber auch die nachfolgenden Radfahrer aus. Das sei nicht Sinn einer Fahrradstraße, die "konzeptionell das Fahrrad an erster Stelle" sehe. Der Schwabinger schlägt außerdem vor, nur noch Inhabern der Parklizenzgebiete "Bayernplatz" und "Clemensstraße" die Passage der Fahrradstraße zu erlauben. Durch eine solche Regelung werde, so seine Meinung, der "Durchgangsverkehr auf Null gesenkt".

Westschwabings Lokalpolitiker haben die Bitten zur Kenntnis genommen, sich vorerst aber nicht dazu geäußert. Denn die Clemensstraße wurde in den vergangenen zwei Jahren mit dem Ziel evaluiert, eine ideale Gestaltung für Radler in Fahrradstraßen herauszufiltern. Die die Ergebnisse aus diesem Pilotprojekt, mit denen von März oder April an gerechnet wird, sollen dann die Basis der Diskussion im Bezirksausschuss bilden.

© SZ vom 22.01.2021 / eda
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