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Schwabing:Augenmerk aufs Künstlerviertel

Lokalpolitiker messen Sozialem und Kultur wieder mehr Bedeutung bei

Der Bezirksausschuss (BA) Schwabing-West strukturiert seine Unterausschüsse neu. Statt bislang vier vorberatender Gremien soll es von Juni an fünf geben: Soziales und Bildung, Kultur und Wirtschaft, Bauen und Wohnen, Mobilität und Verkehr sowie Ökologie, Klimaschutz und öffentlicher Raum. Insbesondere die Bereiche Kultur und Soziales, die zuvor in einem Unterausschuss zusammengefasst waren, erlangen damit wieder mehr Bedeutung. Die Neuordnung ist aus Sicht der BA-Vorsitzenden Gesa Tiedemann (Grüne) notwendig, auch wenn sie für die Lokalpolitiker mehr Arbeit und Zeitaufwand bedeutet. Denn nun, da Öffnungen von Einrichtungen und kulturelle Veranstaltungen wieder sukzessive möglich sind, benötigen diese Sparten - davon hat Tiedemann ihre Kollegen überzeugt - deutlich mehr Engagement als in den vergangenen Monaten.

Schließlich ist Schwabing ein Künstlerviertel - mit vielen Ausstellungen, Ereignissen und dem Sitz des Kinder- und Jugendtheaters Schauburg. Und mittlerweile auch mit Flächen im Kreativquartier, dessen kulturelles Potenzial die Westschwabinger unter der Leitung von Thomas Rock (SPD) künftig gemeinsam mit ihren BA-Kollegen aus Neuhausen-Nymphenburg besonders entwickeln und fördern wollen. Rock stand schon im Vorgänger-BA dem Unterausschuss Kultur vor und hat daher gute Verbindungen in die Szene.

Aber auch im Sozialen "müssen wir wieder mehr auf die Leute zugehen und nicht in unserer Blase verharren", findet Tiedemanns Stellvertreterin Ingrid Sufi-Siavach (SPD). "Nur so können wir die Nöte der Menschen erfahren." Sie weiß ebenfalls, wovon sie spricht, früher war Sufi mehrere Jahre lang Chefin des Unterausschusses Soziales. Bis Kontakte pandemiebedingt untersagt wurden, hatte dieses Gremium immer in wechselnden sozialen Einrichtungen getagt. Im Fokus sollen nun wieder Kinder und Jugendliche sowie Inklusion stehen - zumal die Stiftung Pfennigparade im Stadtbezirk mit mehreren Standorten beheimatet ist.

© SZ vom 07.06.2021 / eda
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