Schwabing:Alles für die Radler

Reparaturstation und Stellplätze am Ackermannbogen gefordert

Von Ellen Draxel, Schwabing

Sie lehnen an Zäunen und Bäumen, verstopfen Fahrradabstellanlagen und blockieren Durchgänge: In Städten, in denen viel Fahrrad gefahren wird, finden sich vermehrt auch Schrotträder. Zwar werden die herrenlosen Gestelle einmal pro Jahr von Baureferat und Polizei entfernt. Doch das reiche nicht, findet der Bezirksausschuss Schwabing-West. Die Bürgervertreter fordern, den Zyklus in der ganzen Stadt zu erhöhen.

Die Initiative dazu kommt aus dem Ackermannbogen. Dort gibt es das Forum, eine Projektgruppe des lokalen Quartiervereins, der insbesondere die städtebauliche Entwicklung am Herzen liegt. Gemeinsam mit Lokalpolitiker Markus Meiler (CSU), der in der Siedlung wohnt, hat das Forum-Team eine ganze Reihe von Verbesserungsvorschlägen für den Ackermannbogen erarbeitet. Das Entfernen von Schrotträdern gehört ebenso dazu wie die Bitte, einen weiteren Briefkasten und eine Fahrrad-Reparaturstation mit Luftpumpe und Werkzeugen am Stadtplatz einzurichten, zusätzliche Fahrradabstellplätze vor dem Café Rigoletto, beim Fitnessbereich auf der Großen Wiese und auf dem Stadtplatz anzubieten sowie Fahrradspuren an gefährlichen Stellen rot zu markieren. Als riskant erachten die Forumsmitglieder vor allem die Überfahrten an den Kreuzungen Winzerer-/Schwere-Reiter-Straße, Elisabeth-/Schleißheimer Straße und Elisabeth-/Winzererstraße. Auch die Zufahrt zur Fahrradstraße parallel zur Schwere-Reiter-Straße sollte aus Vereinssicht besser gekennzeichnet werden, um Autofahrer auf die aus beiden Richtungen kommenden Radler aufmerksam zu machen.

"Besonders dringlich" jedoch, so Meiler, sei eine Lösung für die Ecke, an der der Radweg vom Stadtplatz kommend in die Saarstraße münde. "Viele Fahrradfahrer mit hoher Geschwindigkeit aus beiden Richtungen kommend" passierten diese Stelle und achteten dabei kaum auf querende Fußgänger, andere Radler und den Autoverkehr. Seit das Neubauquartier existiert, ist diese Einmündung ein neuralgischer Gefahrenpunkt. Deshalb unterstützen die Stadtteilpolitiker neben allen anderen Vorschlägen ganz besonders die Forderung des Forums, das Problem mit der Stadtverwaltung bei einem Termin vor Ort zu klären.

© SZ vom 03.08.2021
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