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Schule am Gerhart-Hauptmann-Ring:Schuldach bricht ein

An der Mittel- und Förderschule am Gerhart-Hauptmann-Ring ist das Dach des Schulpavillons eingestürzt. Direkt darunter liegt ein Klassenzimmer. Nun wird geprüft, ob weitere Bauten einsturzgefährdet sind.

Die Faschingsferien waren für die Schüler der Neuperlacher Mittel- und Förderschule am Gerhart-Hauptmann-Ring die Rettung: Am Freitag entdeckte der Hausmeister, dass das Dach des Schulpavillons eingestürzt war. Direkt darunter liegt ein Klassenzimmer. Das Schulreferat hat den Bau sofort gesperrt, ebenso vorsorglich zwei weitere Pavillons, in denen momentan Hortbetrieb herrscht. Bei drei oder vier baugleichen Pavillons an Münchner Schulen wird nun übers Wochenende geprüft, ob auch sie einsturzgefährdet sein könnten.

Über mögliche Ursachen des Dachschadens will sich Eva Maria Volland vom Referat für Bildung und Sport noch nicht äußern. Allerdings könnte das Tauwetter der Auslöser sein: Auf dem Flachdach hatte sich jede Menge Schmelzwasser angesammelt. Möglich, dass es an einer Stelle zusammenlief und das Dach dem Gewicht nicht mehr standhalten konnte.

Der Hausmeister der Schule entdeckte das abgesenkte Dach im ersten Stock des Pavillons am Freitagmittag bei einem Kontrollgang und verständigte die Behörden. Vertreter des Bau- und des Schulreferats waren sofort vor Ort, um den Schaden zu begutachten, ebenso externe Sachverständige.

Die Berufsfeuerwehr wurde ebenfalls eingeschaltet und sicherte das Gebäude so ab, dass es kurzzeitig betreten werden konnte. Nach SZ-Informationen hat offenbar ein Dachbalken nachgegeben und die ganze Dachkonstruktion abgesenkt. Die Berufsfeuerwehr setzte eine Hubrettungsbühne ein, um den schwierigen Einsatz zu ermöglichen: Ein Feuerwehrmann wurde samt Schlauch in die Höhe gehievt - ihm gelang es dann, das Wasser abzusaugen.

Acht Unterrichtsräume befinden sich nach Angaben von Volland in dem zweigeschossigen Pavillon. Die Gebäude in Systembauweise sind beliebte Konstruktionen, wenn in dem vorhandenen Schulgebäude der Platz zu eng wird und mehr Räume benötigt werden. "Die Pavillons sind sehr beliebt bei den Schülern, sie sind auch gut ausgestattet." Entsprechend viele hat die Stadt München errichtet. Allerdings sind die meisten von ihnen einstöckig und sind mit Satteldächern ausgestattet.

Der jetzt eingeknickte Bau in Neuperlach ist zweistöckig mit Flachdach. Die gleiche Konstruktion haben Bauten auf den Schularealen an der Wiesentfelser Straße und an der Alfonsstraße. Da dort auch in den Ferien der Hortbetrieb weiterläuft, wurden die Pavillons sofort gesperrt. Die Kinder kamen im Haupthaus unter oder hielten sich bei dem sonnigen Wetter im Freien auf.

Unterricht wird ab kommendem Montag trotz der Sperrungen nirgends ausfallen: "Jetzt müssen die Klassen in den Hauptgebäuden eben zusammenrücken", sagt Volland.

© SZ vom 25.02.2012/sonn
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