Wird es weiße Weihnachten geben? Diese Frage treibt vor den Festtagen so manche Menschen um, bevorzugt die jüngeren Alters. Nun, in diesem Jahr konnten die Schneefreunde in München zumindest an Heiligabend doch noch einige dichtere Flocken vom Himmel rieseln sehen. Für eine freundliche Botschaft auf einer Autoscheibe reichte es bereits gegen Mittag.

Und am Nachmittag setzte dann doch stärkerer Schneefall ein als vorhergesagt. Da konnte es schon rutschig werden auf den Straßen und Rad- und Gehwegen, vorsichtiges Fahren war angesagt. Und sogar Räumfahrzeuge mussten ausrücken.


Passanten auf der Wittelsbacher Brücke freuten sich über den kleinen Wintereinbruch, den sie mittels Selfie dokumentierten.

Nur wenige Spaziergänger lockte das Wetter an die Isar. Vielleicht hatten viele Menschen an Heiligabend aber auch einfach anderes zu tun.

Bereits gegen Mittag hatten sich Wege und Wiesen im Englischen Garten leicht eingepudert gezeigt. Das Fortkommen einer Weihnachtskutsche war durch das bisschen Schneefall allerdings nicht behindert worden.

Winterlich waren den ganzen Tag aber vor allem auch die Temperaturen mit knapp unter null Grad. Die Passagiere in der Kutsche wärmten sich mit Glühwein oder anderen warmen Getränken.

Da braucht es kein Badeverbotsschild, sollte man meinen, wenn schon der Weg zum Eisbach so frostig aussieht. Doch halt, da gibt es welche, die liebend gern wieder hier aktiv wären – wenn auch lieber auf als im Eisbach.

Surfer haben an der Eisbachbrücke ein neues Plakat aufgehängt, um ihren Unmut auszudrücken, dass die Probleme mit der Eisbachwelle, die nach einer Bachauskehr nicht mehr funktionierte, immer noch andauern. Lasst die Surfer die Welle reparieren, fordern sie. An der hatten sie ja auch schon in früheren Jahren manipuliert.

Am Max-Joseph-Platz in der Altstadt grüßte der namengebende bayerische König in Richtung der verschneiten Dächer.

Von einer richtigen weißen Weihnacht spricht man laut Deutschem Wetterdienst übrigens erst, wenn über die drei Weihnachtstage eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter liegt, wie zuletzt 2010. Doch diese Definitionsfrage dürfte die meisten Münchnerinnen und Münchner wenig tangieren, die nun zumindest an Heiligabend auf die passende Weihnachtskulisse blicken durften – endlich mal wieder.

