bedeckt München 31°

Risse in der Rotunde:Pinakothek der Moderne wird sieben Monate geschlossen

Von der Architekturwelt ist die Münchner Pinakothek der Moderne gefeiert worden. Doch bereits nach zehn Jahren muss das Museum wegen der Risse in der spektakulären Rotunde geschlossen werden. Doch es gibt eine Ersatzlocation - die zu Münchens kommender Partylocation werden könnte.

Evelyn Vogel

Die Pinakothek der Moderne in München wird im kommenden Jahr wegen Sanierungsarbeiten von Februar bis September geschlossen. In dieser Zeit soll an der Südostecke des Areals ein neuer temporärer Ausstellungsbau, die sogenannte "Schaustelle", den Ausstellungsbetrieb aufrechterhalten. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten werden auf 750.000 Euro geschätzt.

Für den Bau des Pavillons nach Plänen des Berliner Architekturbüros J. Mayer H. Architects wird noch einmal so viel gerechnet, so dass insgesamt mit 1,5 Millionen Euro eingeplant sind. Diese Kosten teilen sich zu je einem Drittel der Freistaat, die Stiftung der Pinakothek der Moderne und ein Sponsor, der Fahrzeugbauer Audi.

Die Sanierung ist notwendig geworden, nachdem im vergangen Jahr Risse an der zentralen Rotunde der Pinakothek der Moderne aufgetreten sind. Entstanden sind diese, weil der Beton geschrumpft ist, zugleich aber einige der verbauten Ziegel gequollen sind.

In der temporären "Schaustelle", die aus Container- und Gerüstelementen bestehen, sollen vor allem multimediale Bildwelten im Fokus stehen. Auf dem Dach wird womöglich eine Aussichtsterrasse entstehen, die für eigene Veranstaltungen genutzt und eventuell auch vermietet wird.

Münchens neue Partylocation 2013? "Ich bin mir sicher, dass das Provisorium ein echter Hingucker wird", sagte Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) bei der Vorstellung der Pläne in der Pinakothek der Moderne.

Die Pinakothek der Moderne ist von dem ArchitektenStephan Braunfels geplant worden, der dafür 1994 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet wurde. Auf etwa 12.000 Quadratmetern Gesamtfläche beherbergt der Bau vier Museen, die zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zeigen.

2002 wurde der Bau auf dem Gelände der Türkenkaserne eröffnet.

© Süddeutsche.de/dapd-bay/bica/tob

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite