Kinostart in München: „Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“Ein Film darüber, wie man mit dem Herzen sieht

Diesen dekorativ wehenden Schal kennt man doch irgendwoher: Louis Garrel als Antoine de Saint-Exupéry.
Diesen dekorativ wehenden Schal kennt man doch irgendwoher: Louis Garrel als Antoine de Saint-Exupéry. Studiocanal

„Saint-Exupéry“ ist weder Biopic noch Literaturverfilmung, erzählt aber dennoch sehr poetisch vom Schöpfer des kleinen Prinzen.

Von Josef Grübl

Obacht, bei diesem Titel kann man sich schnell verlesen: Der französisch-belgische Film „Saint-Exupéry“ erzählt nicht die Geschichte vom kleinen Prinzen, sondern die davor. „Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“ ist also weder eine Verfilmung des Weltbestsellers „Der kleine Prinz“ noch Biopic über dessen Schöpfer. Der argentinische Regisseur Pablo Agüero greift vielmehr eine Episode aus dem Leben von „Saint-Ex“ (so auch der Originaltitel des Films) heraus und erzählt diese eher märchenhaft als faktenbasiert.

Im Film geht es zurück ins Argentinien des Jahres 1930, wo Antoine de Saint-Exupéry (gespielt von Louis Garrel) Pilot des französischen Luftpostdienstes ist und an der Seite eines sehr erfahrenen Flugkapitäns (Vincent Cassel) fliegt. Auf der Suche nach einer kürzeren Flugroute wagt sich dieser durch die Anden – und stürzt zwischen eisigen Berggipfeln ab. Auch wenn seine Mission als aussichtslos gilt, macht sich Saint-Ex auf die Suche nach dem Vermissten. Nur dessen Frau (Diane Kruger) unterstützt ihn dabei.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar“: So heißt es in Saint-Exupérys bekanntestem Buch, man könnte das aber auch auf Agüeros Film ummünzen. Hier vermischen sich Schnee- und Wolkenlandschaften auf sehr poetische Weise, hier treten märchenhafte Gestalten auf. Antoine de Saint-Exupéry veröffentlichte 1943 sein Buch „Der kleine Prinz“. Ein Jahr später stieg er ein letztes Mal in ein Flugzeug – und kehrte nie zurück.

Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen, F/BEL 2024, Regie und Drehbuch: Pablo Agüero, ab 29. Mai in mehreren Kinos in München und im Umland

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