Star-Klarinettistin Sabine Meyer beendet ihre Weltkarriere„Man sollte aufhören, wenn man’s noch kann"

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„Ich wollte nie Solistin sein“, sagt Sabine Meyer heute, nach 45 Jahren auf den Bühnen der Welt. Wie keine andere hat sie ihrem Instrument, der Klarinette, zu der Aufmerksamkeit verholfen, die es verdient. Ob nun mit Mozarts seit dem Film „Jenseits von Afrika“ hyperpopulären Klarinettenkonzert oder eigens für sie komponierten Werken.
„Ich wollte nie Solistin sein“, sagt Sabine Meyer heute, nach 45 Jahren auf den Bühnen der Welt. Wie keine andere hat sie ihrem Instrument, der Klarinette, zu der Aufmerksamkeit verholfen, die es verdient. Ob nun mit Mozarts seit dem Film „Jenseits von Afrika“ hyperpopulären Klarinettenkonzert oder eigens für sie komponierten Werken. (Foto: via www.imago-images.de/imago images/MiS)

„Im Dezember ist Schluss“, sagt Sabine Meyer, die „First Lady der Klarinette“ und verrät, warum sie mit knapp 66 Jahren aufhört. Ein Gespräch über schlechte Hotelbetten, Herbert von Karajan, das Muttersein im Klassikbetrieb und was nun kommt.

Interview von Michael Stallknecht

Viel los bei Sabine Meyer in Lübeck: Während des Telefonats klingelt es mehrfach in der Leitung, das nächste Interview wartet schon. Sogar Hund Yuri ist aufgeregt und macht sich bemerkbar. Schließlich hat die „First Lady der Klarinette“ angekündigt, ihre Karriere im Dezember zu beenden. Nach 45 Jahren auf der Bühne. Bereits mit 14 studierte sie Klarinette an der Stuttgarter Musikhochschule, richtig bekannt wurde sie Anfang der Achtzigerjahre durch einen Eklat: Herbert von Karajan wollte Meyer gegen den Willen des Orchesters als Soloklarinettistin bei den Berliner Philharmonikern durchsetzen. Heute spricht sie nur ungern über diesen Streit, der sie auf ihrem Weg zur Weltkarriere nicht ausbremsen konnte. Warum sie nun, mit knapp 66 Jahren, aufhört, welche Rolle die Mundmuskulatur, ihre vier Enkel und das schottische Hochmoor dabei spielen, verrät Meyer wenige Tage vor zwei Abschiedskonzerten in München.

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