Bandenmäßiger Betrug:S-Bahn-Kontrolleure erfinden Schwarzfahrer - um weniger arbeiten zu müssen

Bandenmäßiger Betrug: Die Angeklagten machten sich in vielen Fällen nicht die Mühe, die Fahrscheine tatsächlich zu kontrollieren.

Die Angeklagten machten sich in vielen Fällen nicht die Mühe, die Fahrscheine tatsächlich zu kontrollieren.

(Foto: Stephan Rumpf)

Sechs Männer und Frauen betrügen systematisch bei der Arbeitszeit und decken sich gegenseitig. Damit nicht auffällt, dass ihre "Fangquote" sinkt, lassen sie sich Fantasienamen einfallen - oder geben Namen von Unschuldigen an.

Von Susi Wimmer

Über diese Post staunte ein Knast-Insasse nicht schlecht: Er solle ohne gültigen Fahrschein in der S-Bahn unterwegs gewesen sein und Bußgeld zahlen, stand in dem Schreiben. Der Haken war nur: Zur vermeintlichen Tatzeit saß er im Gefängnis. Durch diesen Zufall flog eine gut organisierte Bande von sechs S-Bahn-Kontrolleuren auf, die ihre Chefs bei der Erfassung ihrer Arbeitszeit betrogen, teilweise gar nicht zum Dienst erschienen und trotzdem abrechneten. Um nicht durch niedrige "Fangquoten" aufzufallen, tippten sie Fantasiepersonalien in ihre Geräte oder beschuldigten ihnen bekannte, notorische Schwarzfahrer zu Unrecht.

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