Als „Land-und-Leute-Betrügerin“ wird sie auf dem Filmplakat angekündigt. Und als jemand, die „viel üble Schandtat hat getrieben“. Dabei trägt Rose nur eine Hose – und ein von einer fiesen Narbe entstelltes Gesicht. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges kommt sie in ein abgelegenes Dorf und sorgt für Aufruhr. Denn erstens behauptet sie, ein Mann zu sein. Zweitens legt sie auch noch Dokumente vor, die sie als rechtmäßigen Erben eines verlassenen Gutshofs ausweisen. Rose weiß, dass sie nur als Mann so leben kann, wie sie will: auf ihrem eigenen Land und von ihrer eigenen Hände Arbeit.
Das geht eine Zeit lang gut, die Frau in Männerkleidung packt an und kann sich integrieren. Doch irgendwann wird Roses Tarnung auffliegen: Damit verrät man nicht zu viel, das steht ja auf dem Plakat, siehe „üble Schandtat“. Wie es dazu kommt, ist aber spannend: Der Österreicher Markus Schleinzer legt mit „Rose“ ein außergewöhnliches Historiendrama mit schönen Schwarz-Weiß-Bildern vor, auf der Berlinale bekam er dafür viel Applaus. Seine Hauptdarstellerin bekam sogar noch mehr: Sandra Hüller gewann für diese Hosenrolle den Silbernen Bären als beste Schauspielerin.
Ende April startet „Rose“ bundesweit in den Kinos, zuvor stellt der Regisseur seinen Film im Rahmen einer bundesweiten Kinotour vor. Nach München kommt er am 24. April, begleitet wird er von den Schauspielerinnen Caro Braun und Marisa Growaldt. Wer die viel beschäftigte Sandra Hüller (derzeit auch in „Der Astronaut – Project Hail Mary“ im Kino zu sehen) erleben möchte, hat drei Tage später Gelegenheit dazu: Das City-Kino überträgt am 27. April mit einer Live-Schaltung die Premiere in Leipzig.
Rose, AT/D 2026, Regie: Markus Schleinzer, Preview mit Gästen am Freitag, 24. April, 20 Uhr, Rio Filmpalast; weitere Previews im ABC (26. April), City (27. April) und Studio Isabella (28. April), bundesweiter Kinostart am 30. April

