"Das ist wirklich eine Katastrophe", sagt Eckart Witzigmann, der Jahrhundertkoch, wenn man ihn darauf anspricht, dass Robert Zeller geht. "Ich war da ja immer eine Art Stammgast. Er wird der Vinothek sehr, sehr fehlen." Witzigmanns Reaktion ist nicht ungewöhnlich. In der Münchner Gastroszene hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Zeller gekündigt hat, zum Jahresende. Die Branche weiß das seit dem 4. Juni, da hat der österreichische Edelspirituosen-Erzeuger Reisetbauer in Axberg bei Linz die Eröffnung seiner neuen Brennerei gefeiert. Zu diesem Ereignis war allerhand Gastro-Prominenz aus Österreich und Deutschland gekommen. Reisetbauer-Feste sind ein Treffpunkt der Szene, und womöglich hat sich Zeller gesagt: Sag ich's einfach hier, dann weiß es eh jeder, der's wissen will. Tatsächlich ging die Nachricht sofort herum.
GastronomieHerr der Flaschen und Schinkenkeulen
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Nach 25 Jahren verlässt Restaurantleiter Robert Zeller Geisels Vinothek - nicht wenige Gäste glauben, dass damit die Seele des Hauses verloren gehen könnte.
Von Franz Kotteder
