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Rituale:Ein Hauch Fernost im Park

Restaurierung der Buddha Statue im Münchner Westpark, 2013

Die schreitende Buddha-Statue in der Tai-Sala im Westpark.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Die nepalesische Pagode und der thailändische Sala .

Von Cora Wucherer

Ein bisschen Marihuana gefällig? Als die nepalesische Friedenspagode für die Gartenbauausstellung 1983 aus Nepal in den Münchner Westpark gebracht wurde, schmuggelte man in den Hohlräumen der Schnitzereien 400 Kilogramm Haschisch. Das illegale Rauschmittel ist natürlich längst nicht mehr dort, Asienflair dafür schon. Die Pagode, eine Stiftung eines gemeinnützigen Kulturvereins, wurde in sieben Monaten von 300 Handwerkern geschnitzt. Zum ersten Mal seit 200 Jahren wurde damals eine vollständige Pagode nach traditioneller Methode erbaut. Auch eine thailändische Sala, also einen Tempel, mitsamt einer neun Meter hohen Buddha-Statue gibt es zu entdecken, der im Westsee schwimmt.

Die Statue, geschaffen vom Kunstschnitzer Noppadol Khamlae, war bei ihrer Errichtung das erste freistehende Buddha-Heiligtum in Europa. Im Frühjahr und Sommer finden hier buddhistische Feste statt, aber auch im restlichen Jahr umgibt den Spaziergänger, der durch den westlichen Teil des Westparks schlendert, ein Hauch von Asien.

Westpark, rund um die Uhr geöffnet

© SZ vom 30.09.2020

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