Internationale KoproduktionRichard Gere dreht in München

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Hollywoodstar Richard Gere läuft hier bei der Premiere des Films „Oh, Canada“ bei den 77. Internationalen Filmfestspielen in Cannes über den roten Teppich. Bald werden die Fans versuchen, ihn in Bayern zu sichten.
Hollywoodstar Richard Gere läuft hier bei der Premiere des Films „Oh, Canada“ bei den 77. Internationalen Filmfestspielen in Cannes über den roten Teppich. Bald werden die Fans versuchen, ihn in Bayern zu sichten. (Foto: Scott A Garfitt/dpa)

Der Hollywoodstar Richard Gere spielt an der Seite von Michelle Rodriguez die Hauptrolle in einem Flugzeugdrama. Die internationale Koproduktion über eine Rettungsaktion über den Wolken wird komplett in Bayern gefilmt.

Von Susanne Hermanski

Auch wenn diese Auszeichnung schon ein Vierteljahrhundert her ist, und heutzutage derlei Titel hart an der Political-Correctness-Hürde entlangschrammen: für seine Fans bleibt Richard Gere einer der „Sexiest Men Alive“. In den Jahren 1993 und 1998 wurde er vom People Magazine dazu gekürt, jetzt kommt der längst ergraute Hollywoodstar zu Dreharbeiten nach München. Und alle, die ihn in Filmen wie „Ein Mann für gewisse Stunden“ (im Original „American Gigolo“), „Ein Offizier und Gentleman“ und „Pretty Women“ schwer widerstehlich fanden, werden die Augen nach ihm aufhalten.

Von wann an das Sinn ergibt, ist bis jetzt nicht bekannt. Die Produktionsfirma gibt sich bedeckt, nur der FilmFernsehFonds Bayern (FFF), der das Projekt mit einer halben Million Euro fördert, hat die Nachricht bereits veröffentlicht. Fest steht demnach: Die deutsch-amerikanische Koproduktion, ein Flugzeugdrama, trägt den Titel „Left Seat“ und wird komplett in Bayern gedreht.

Der 76-jährige Gere spielt in dem Kinofilm von Regisseur Ben Younger an der Seite von Michelle Rodriguez die Hauptrolle. Sie hat in mehr als 50 Kinofilmen vom Format „Dungeons and Dragons“ und „Resident Evil“ mitgewirkt. Sie verfügt also ihrerseits über eine große Fan-Gemeinde. Und selbst, wer im Action-Genre weniger zu Hause ist, hat von ihr womöglich schon gelesen. Michelle Rodriguez sieht sich als Rebellin in ihrer Branche, definiert sich selbst als bisexuell und hatte eine Liebschaft mit dem britischen Fotomodel Cara Delevingne.

Bald winkt sie vielleicht schon den bayerischen Fans: Michelle Rodriguez bei der Premiere zu „The History of Sound“ während der 78. Filmfestspiele in Cannes im Palais de Festival.
Bald winkt sie vielleicht schon den bayerischen Fans: Michelle Rodriguez bei der Premiere zu „The History of Sound“ während der 78. Filmfestspiele in Cannes im Palais de Festival. (Foto: IMAGO/Eventpress Kochan/IMAGO/Eventpress)

Rodriguez verkörpert in  „Left Seat“ nun eine Businessfrau, die sich plötzlich gezwungen sieht, die Kontrolle über das kleine Charterflugzeug zu übernehmen, in dem sie reist, nachdem ihr Pilot während des Flugs bewusstlos geworden ist. „Mit nichts als einem bellenden Hund und einer schwachen Funkverbindung zu einem fremden Piloten muss sie die Maschine über die kanadische Wildnis und ein drohendes Unwetter steuern“, heißt es in der Mitteilung des FFF. „Als auch der Treibstoff sich dem Ende neigt, beginnt ein spannender Wettlauf gegen Zeit und Natur.“

Regisseur Ben Younger verfüge über eigene Erfahrungen als Pilot. Bekannt ist er durch Filme wie „Prime“ mit Meryl Streep und Uma Thurman. Die gesamte Crew hinter der Kamera von Szenenbild über Kostüm bis Postproduktion ist laut FFF mit erfahrenen und etablierten Fachkräften aus Bayern besetzt. Die LS Co-Production mit Sitz in Grünwald bei München, eine hundertprozentige Tochter der Augenschein Filmproduktion, wird den Kinofilm in Koproduktion mit zwei Firmen aus Los Angeles und in Zusammenarbeit mit Bavaria Fiction realisieren.

„Left Seat“ ist eine von drei Produktionen, die der FFF Bayern in seinem Programm internationale Kinofilme und Serien aktuell mit insgesamt 925 000 Euro fördert. Bei den anderen beiden Projekten wird nur die Bildgestaltung digital in Bayern mit geschaffen.

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