Ranking Kochen im ganz großen Stil

Auch Friedemann Findeis gehört mit der Kette L'Osteria zu den größten Gastronomen Deutschlands.

(Foto: Stephan Rumpf)

21 Münchner Gastrofirmen zählen zu den Top 100 in Deutschland.

Von Franz Kotteder

Münchens Gastronomie ist die umsatzstärkste von allen vergleichbaren Regionen Deutschlands. Dies ist das Ergebnis des alljährlich veröffentlichten Gastro-Rankings der Fachzeitschrift Foodservice, das die 100 größten Unternehmen der Branche erfasst. In den "Top 100" sind in diesem Jahr Stadt und Landkreis München mit nicht weniger als 21 Firmen vertreten. Insgesamt stehen die 100 Gastro-Unternehmen für einen Jahresumsatz von gut 14,5 Milliarden Euro. Die Münchner erwirtschafteten davon allein 5,3 Milliarden Euro. Allerdings profitiert die Stadt davon, dass die mit weitem Abstand größte deutsche Gastrofirma hier ihren Sitz hat: McDonald's Deutschland nämlich. Der Burgerbrater macht mit seinen 1489 Filialen einen Umsatz von 3,47 Milliarden Euro.

Der nächste Münchner Gastro-Riese folgt auf Platz zehn. AmRest Holdings ist der deutsche Ableger eines polnischen Konzerns und hält Lizenzen für eine Reihe von Fastfood-Ketten, etwa Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut und einen Teil von Starbucks. Damit kam er auf einen Gesamtumsatz von 240 Millionen Euro.

Die Systemgastronomie, zu der Fastfoodketten in aller Regel zählen, ist ohnehin gut vertreten unter den Top 100. München hat hier eine Führungsposition inne. Auf Platz 16 findet man die Pizzabäcker von L'Osteria, die mit inzwischen 105 Filialen einen Umsatz von 173 Millionen Euro erwirtschaften. Im Jahr davor war es für L'Osteria bei 146,5 Millionen Euro Umsatz noch Platz 18. Dort ist jetzt Starbucks gelandet (160 Millionen Euro). Aber auch die in München gegründeten Ketten der Systemgastronomie florieren bestens: Hans im Glück (Platz 23, Umsatz: 120 Millionen Euro) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um sieben Plätze verbessert, die Enchilada Franchise GmbH auf Platz 27 verzeichnet einen starken Zuwachs von zwölf Prozent beim Umsatz auf jetzt 119,4 Millionen Euro, vor allem durch die neuen Marken Burgerheart und Wilma Wunder. Die Dean & David Franchise GmbH verbesserte sich gar um 17 Plätze auf Nummer 53 und macht nun mit 119 Filialen einen Umsatz von 69 Millionen Euro. Die Kette, die sich vor allem an Salatfreunde wendet, ist ein Joint Venture von David Baumgartner und dem Enchilada-Gründer Hermann Weiffenbach.

Ebenfalls im Aufwind ist die 1999 von zwei Münchnern gegründete Marke Coffee Fellows (Platz 41, Umsatz: 86 Millionen Euro). Sausalitos (59, Umsatz 60 Millionen) konnte sich ebenso auf seinem Platz behaupten wie Vinzenz Murr (62, Umsatz 52,6 Millionen Euro). Neueinsteiger ist Burgerme Franchise mit 30,5 Millionen Euro Umsatz auf Platz 88 (Vorjahr: 110). Weiter vorne im Rankung sind traditionell Großcaterer wie Do & Co (Olympiapark, Allianz-Arena, Platz 20 mit 140 Millionen Umsatz), die Allresto Flughafen-Gastro-GmbH (Platz 34, 92 Millionen Euro) und die Tankstellen-Gastro-Kette Eni (Platz 39, Umsatz: 86,7 Millionen Euro).

Trotz all der Ketten und Großbetriebe: auch die klassische Gastronomie ist - vor allem mit Wiesnwirten - noch gut vertreten. Auf Platz 22 etwa die Kuffler Gruppe (Spatenhaus, Weinzelt, Mangostin) mit 123,1 Millionen Euro Umsatz, Käfer auf Platz 30 (110 Millionen Euro Umsatz), die Rubenbauer Holding (Hauptbahnhof, Donisl) auf Platz 65 (Umsatz: 52,3 Millionen Euro), die Haberl-Gruppe mit mehreren Biergärten und der Ochsenbraterei auf der Wiesn auf Platz 76 (41,2 Millionen Euro Umsatz) sowie die Augustiner-Wirte Thomas und Manfred Vollmer (Platz 100, Umsatz: 27,6 Millionen Euro), die neben dem Wiesnzelt auch noch die Großgaststätte in der Neuhauser Straße betreiben. Erstmals unter den Top 100 sind in diesem Jahr auf Platz 96 die Gustoso-Gruppe (Cotidiano, Sushi Wrap) und Gastro & System (Oh Julia, Le Copain, Koi, Oskar Maria) auf Platz 98.