The Burger House - Drei Burger statt einem

Es gibt Burger, deren optische Anmutung einen schon vom Verzehr zurückschrecken lassen. Nicht weil sie irgendwie unästhetisch daher und auf den Tisch kämen. Sondern weil sie so double- und triple- und jumbo-mäßig daherkommen, dass man an die Urangst vorm Kieferklempner denken muss. So etwas gibt es auch im "Burger House". Solche Giganten sind dann buchstäblich nicht mehr mit Händen zu greifen, also eigentlich ziemlich unburgermäßig.

Dafür ist man im "Burger House" auf die clevere Idee gekommen, einen Dreier anzubieten: drei kleine (also eigentlich normalgroße) Burger nebeneinander, (fast) freie Auswahl aus dem Sortiment, ziemlich gut, um sich durchzuprobieren und, ja, auch mal die Hände zu benutzen (13,99 Euro). Sogar Kreationen aus dem Tagesangebot dürfen beim Dreier vorkommen. Man kann vielleicht darüber streiten, ob Trüffel und Burger zusammenpassen. Aber wer die Edelknolle liebt, wird an dieser Versuchung kaum vorbeikommen.

Etliche Burger sind spanisch-lateinamerikanisch inspiriert - mit Guacamole, Jalapeños und Bacon (9,99 Euro). Das Ambiente erinnert angenehm an eine Studentenkneipe. Die Bedienung ist aufmerksam. Und dem Fleischpflanzlbrater kann man bei seinem Tun auf die Finger schauen. Nur die "hand-cut" Kartoffelschnitze... Egal, dafür gab's Trüffel. (Martin Bernstein)

Ismaninger Straße 5, Tel. 089/88903550, www.theburgerhouse.com

Bild: Stephan Rumpf 14. März 2018, 12:332018-03-14 12:33:19 © Süddeutsche.de/tba/imei