Es hallt wie in einer Kathedrale. Gemurmel, Schritte sind zu hören, vereinzelte Lichtstrahlen fallen wie durch Kirchenfenster auf weiße Hände, irgendwo ein kleiner warmer Lichtpunkt, ein Becken mit Wasser. Eine Frau und ein Mann setzen sich einander gegenüber, schweigen, bevor sie in der sakralen Dunkelheit beginnen, über ihre Liebe zu reden. Vielleicht war das, was sie einst miteinander hatten, etwas Heiliges, aber es ist zur Hölle geworden. Sie werden sich trennen, kraftlos und in Trauer.
„La Musica – zwischen ihr und ihm“ am MarstallSzenen aus dem Ehedesaster
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Marguerite Duras schrieb in „La Musica 2“ und „Die englische Geliebte“ über mordsgefährliche Paarbeziehungen. Die beiden Stücke hat Regisseurin Silvia Costa verblüffend entspannt auf die Bühne des Marstalls in München gebracht.
Kritik von Yvonne Poppek
