Bertolt Brecht schrieb 1948 seinen theatertheoretischen Text „Kleines Organon für das Theater“. Darin finden sich seine berühmten Formulierungen wie etwa jene, dass „Vergnügung“ die „nobelste Funktion“ des Theaters ist, oder seine Erklärung des Verfremdungseffekts. Mittels diesem lässt sich lange nicht Geändertes als veränderbar begreifen, weshalb die Schauspieler alles unterlassen sollen, was sie, um Einfühlung zu ermöglichen, gelernt haben. Liest man den Text, ist es stets ergreifend zu spüren, wie sehr Brecht an die Kraft der Bühne glaubte.
Brecht-Premiere im MarstallSie wollen nicht nur spielen
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Hat das Theater heute noch eine Relevanz? Der Abend „77 Versuche, die Welt zu verstehen“ im Marstall prüft diese Frage mithilfe von Bertolt Brecht.
Kritik von Yvonne Poppek
