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"Der Mieter" am Residenztheater:Der Feind auf meinem Flur

DER MIETER von Roland Topor  PREMIERE 24 NOV 18, MARSTALL  Regie BLANKA RÁDÓCZY

Verwandelt sich Trelkovsky (Aurel Manthei) freiwillig immer mehr in seine Vormieterin? Oder hat er gar keine Wahl?

(Foto: Armin Smailovic)

Blanka Rádóczy mag Regeln und Hindernisse. Auch deshalb inszeniert sie am Residenztheater jetzt "Der Mieter" - nach der Vorlage des gleichnamigen Films von Roman Polanski.

Von Christiane Lutz

Viele Regisseure brauchen Worte, einen Dialog vielleicht, um sich für einen Stoff zu begeistern. Andere müssen ein paar Töne, ein Lied, eine Arie hören, um sagen zu können: Genau das will ich machen. Blanka Rádóczy braucht ein Bild. Ein Bild, das so stark ist, dass es sie umtreibt. Diesmal war das Bild ein Moment aus dem Film "Der Mieter" von Roman Polanski. Das Bild, eigentlich ist es eine Einstellung, zeigt einen Mann von hinten. Er trägt Frauenkleidung, sitzt in seinem Zimmer, aus dem Fenster nach draußen blickend, wo offensichtlich eine Meute tobt. Von diesem Bild aus fängt sie an zu denken, zu assoziieren, Szenen zu bauen, bis am Ende ein ganzer Theaterabend steht. Wie jetzt, wenn ihre Inszenierung von "Der Mieter" am Residenztheater im Marstall Premiere hat.

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