Faris Al-Sultan, Triathlet

"Wir haben Urlaub auf den Malediven gemacht, aber auch im Paradies scheint nicht jeden Tag nur die Sonne. Am Abreisetag war der Wind schon sehr stark, der Hauptsteg unbenutzbar, aber wir mussten die Insel mit dem Schnellboot verlassen. Mit uns auf dem Boot war auch eine asiatische Dame, deren Gesichtsfarbe bereits beim Betreten des Boots der Farbe der Palmwedel glich. Wir fuhren los, schwimmerisch sehr firm, war ich relativ entspannt und genoss den Achterbahnritt über die Wellen. Die Dame dagegen begann in ihrem Sitz in die Waagrechte zu rutschen. Nach ein paar Minuten gab es auch noch Probleme mit den Motoren, die der Kapitän daraufhin ausschaltete. Nun wurde unser Boot zum Spielball der Wellen. Ich begann die Entfernung zur nächsten Insel abzuschätzen, meine Frau schaute mich unglücklich an und mein Magen war ob des unkontrollierten Geschaukels nicht mehr fröhlich. Die Gesichter der anderen Gäste waren sorgenvoll, während die Dame nun leichenblass und mehr oder weniger liegend wohl ihr Testament machte. Gott sei Dank musste ich von meinen Schwimmkünsten aber dann doch keinen Gebrauch machen." Von Fotos: Imago (2), Lukas Barth, Florian Peljak (2), dpa, Jelena Moro/oh

1. August 2015, 11:292015-08-01 11:29:07 © SZ.de