Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehemalige Bundesjustizministerin

"Ende der Achtzigerjahre bin ich mit meinem Mann nach Salzburg gefahren. Wir sahen den "Jedermann" und wollten noch ein paar Tage zum Entspannen anhängen. Mit von der Partie war auch unser Hund Dr. Martin Luther, eine quirlige Mischung aus Schnauzer, Terrier und Dackel. Zu Salzburg gehört natürlich auch ein Besuch im schönen Café Sacher. Das Café war gut besucht. Und auch andere Gäste hatten ihre Vierbeiner dabei. Als wir gerade bei einem wunderbaren Stück Torte saßen, legte sich Dr. Martin Luther mit einem anderen Hund an und zog den Kürzeren. Er wurde heftig gebissen. Aus seinem Auge trat Flüssigkeit aus. Wir waren derart beunruhigt, dass wir uns unverzüglich auf den Weg in die Tierklinik nach München machten. Die Fahrt werde ich nie vergessen. Mein Mann fuhr mit heißem Reifen, ich saß hinten und hatte den Hund auf den Schoß gebettet. Sein Auge sah wirklich schlimm aus. Unser Urlaub in Salzburg war damit abrupt beendet. Doch eine OP war nicht nötig. Dr. Martin Luther fuhr später noch einige Male mit uns in Urlaub."

1. August 2015, 11:292015-08-01 11:29:07 © SZ.de