Sie sympathisieren mit dem Nationalsozialismus und posieren vor NS-Bauten, sie suchen Flüchtlingsunterkünfte heim, um Angst zu verbreiten, und sie propagieren Gewalt. Die im Stil einer Bürgerwehr auftretende rechtsextremistische Gruppierung "Wodans Erben", die Ende Februar mit einem Fackelzug zum Nürnberger Reichsparteitagsgelände auf sich aufmerksam gemacht hat, ist bereits mehrmals in München aufgetreten. Im Februar etwa drangen Aktivisten der Gruppe in eine Moosacher Asylbewerberunterkunft ein. Die etwa 20 Personen starke Truppe, in der Aktivisten von Pegida München, der NPD und des rechten Flügels der "Gelbwesten" vertreten sind, wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Auch die Polizei, der Moosacher Bezirksausschuss und die Regierung von Oberbayern wollen den Provokationen nicht mehr tatenlos zusehen.
Rechtsextremismus:Wie "Wodans Erben" Angst verbreiten
Im Dezember beteiligten sich Mitglieder von "Wodans Erben" an einer rechten Kundgebung in der Innenstadt.
(Foto: Sachelle Babbar)- Die als Bürgerwehr auftretende Gruppierung "Wodans Erben" sympathisiert offen mit dem Nationalsozialismus. In ihr sind auch Anhänger von Pegida, NPD und den Gelbwesten vertreten.
- Die Rechtsextremisten provozieren mit martialischen Aufmärschen vor und in Flüchtlingsunterkünften, außerdem haben sie einen Fackelmarsch auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände veranstaltet.
- Der Verfassungsschutz hält "Wodans Erben" für gewaltaffin.
Von Martin Bernstein

