Reaktion CSU protestiert gegen CSU-Protest

Die CSU macht klar, dass sie sich selbst als Opfer von Hetze sieht.

(Foto: Robert Haas)

Die Partei schaltet Anzeigen, klebt Plakate - und fühlt sich diffamiert

"Wir sollten lachend daran vorbeiziehen", sagt Thomas Lechner, einer der Organisatoren der "ausgehetzt"-Demo, mit Blick auf die Plakate, welche die CSU über Nacht entlang der Demonstrationsroute geklebt hat. Auf blauem Hintergrund steht "Ja zum politischen Anstand! Nein zu #ausgehetzt." Das Logo der Demonstration ist mit roter Farbe durchgestrichen. Nicht alle Demonstranten halten sich an Lechners Empfehlung. Einige stellen sich davor, um ein Foto zu schießen, andere sagen: "Dumm und dreist. So kennen wir die CSU." Einzelne Plakate sind auch schon verändert worden. Irgendwer hat den CSU-Schriftzug in der unteren Plakatecke abgerissen und über das Wort "ausgehetzt" geklebt. Nun lautet der Text: "Nein zu CSU."

Nicht nur auf Plakaten versucht die CSU, quasi über Nacht die Verhältnisse umzudrehen und sich als Opfer von Hetze darzustellen. Am Rande der Demonstration sind auch Kleinlaster zu sehen, die den entsprechenden Plakattext in Übergröße spazieren fahren. Sogar Zeitungsanzeigen hatte die Partei am Samstag geschaltet. "Mit unserer Aktion wehren wir uns gegen die Hetzkampagne gegen die CSU. Meinungsfreiheit ist kein Privileg der Linken in unserem Land. Wir lassen uns von dieser Kampagne weder mundtot machen noch in die Ecke von Rassisten, Antidemokraten oder Nazis stellen, wie das bei ,ausgehetzt' immer wieder geschehen ist", sagt CSU-Generalsekretär Markus Blume. Wer das mache, der hetze selbst und spalte damit die Gesellschaft.