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Ramersdorf/Perlach:Gärtnern vor der Haustür

Vorstoß für mehr Urban Gardening im Stadtviertel gestartet

Außer einer vollmundigen Ankündigung, die allerdings auch schon wieder sechs Jahre zurückliegt, hat sich in Sachen "Urbane Gemeinschaftsgärten in München" bisher nicht viel getan. Zumindest ist das der Eindruck, den die Fraktionsgemeinschaft SPD/Die Linke im Bezirksausschuss (BA) gewonnen hat. Sie hat deshalb einen Antrag gestellt, den der BA in seiner jüngsten Sitzung verabschiedet hat. Darin wird die Abteilung Gartenbau im Baureferat aufgefordert, auf öffentlichen Grünflächen in Ramersdorf-Perlach mehr "Urban Gardening" zuzulassen, insbesondere für dauerhafte Projekte.

Auch solle das Referat mitteilen, ob und auf welchen Flächen dies im Stadtbezirk geplant werde. Gefragt wird im Antrag außerdem, wo sich Bürger nach Ansprechpartnern erkundigen können, wenn sie sich an solchen Projekten beteiligen möchten. Abschließend wollen SPD und Linke noch wissen, ob vorgesehen ist, Urban Gardening in die Satzung über die Benutzung der städtischen öffentlichen Grünanlagen aufzunehmen.

Durch die Bürgerpartizipation könnten öffentliche Grünflächen attraktiv gestaltet und die Identifikation der Menschen mit ihrem Stadtteil erhöht werden, heißt es in der Begründung des Antrags. Immer wieder werde beklagt, dass solche Grünflächen unansehnlich und wenig ansprechend gestaltet seien. Eine buntere und vielfältigere Gestaltung würde nicht nur die Flächen aufwerten, sondern auch deren Akzeptanz in der Bevölkerung stärken. Bürger hätten die Möglichkeit, ihr Umfeld nach ihren Ideen zu bepflanzen und sich so mehr mit ihrem Umfeld zu identifizieren. Die Initiatoren erhoffen sich von ihrem Vorstoß letztlich einen respektvolleren Umgang mit dem öffentlichen Grün vor der Haustür, was sich unter anderem in weniger achtlos weggeworfenem Müll oder liegengelassenen Hundehaufen zeigen könnte.

© SZ vom 30.04.2021 / gru
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