Die SPD würde gerne in der Ramersdorfer Stadtteilbibliothek eine "Bibliothek der Dinge" in Form einer Vitrine integrieren. Einem entsprechenden Antrag ihrer Fraktion hat auch der übrige Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach zugestimmt. Die Idee dahinter klingt einleuchtend: In vielen Haushalten stehen Dinge, die nur wenige Male im Jahr gebraucht werden. Auf der anderen Seite können und wollen sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher selten benötigte Dinge nicht anschaffen, auch wenn sie hin und wieder Bedarf dafür hätten.
Darauf haben einige Städte in Deutschland wie etwa Hamburg und Rosenheim reagiert und die "Bibliothek der Dinge" ins Leben gerufen. Sie funktioniert nach dem Prinzip, dass die einen Bürger zum Beispiel eine Nähmaschine, ein Laminiergerät oder ein Fondue-Set zur Verfügung stellen und die anderen Bürger diese Sachen gegen eine geringe Gebühr ausleihen können. Dem Ausleiher blieben auf die Weise die Anschaffungskosten erspart, und die Umwelt würde auch geschont.
Die SPD schlägt in ihrem Antrag vor, eine solche Leihmöglichkeit zunächst in der Ramersdorfer Bibliothek einzurichten. Im Erfolgsfall könnte das Angebot dann ja auf weitere Büchereien in München ausgeweitet werden.