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Rainer-Malkowski-Preis:Wonnen der Worte

"Es gibt viele wunderbare reimlose Gedichte", erklärt der Malkowski-Preisträger Ror Wolf per Video in der Akademie: "Sie sind nicht von mir."

(Foto: Stephan Rumpf)

Ror Wolf, ein Meister des tragikomischen Gedichts, erhält den Rainer-Malkowski-Preis

Um einen Bezug zu München zu finden, hat Michael Krüger die gesamten Gedichte von Ror Wolf durchgesehen. Der Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ist fündig geworden, und so kann er bei seiner Begrüßung folgende fein gedrechselte Verse zu Gehör bringen: "In München starb Professor Gustav Roth. / Tags lebte er und abends war er tot." An diesem Dienstagabend, muss man leider hinzufügen, gibt es Anlass zu der Sorge, dass dieses Schicksal womöglich weitere Professoren ereilt haben könnte. Der Saal der Akademie ist ungewöhnlich schütter besetzt. Wahrscheinlich, so ist zu hoffen, liegt das aber nur am kaputten Aufzug in den vierten Stock der Residenz. Oder am zarten ersten Schnee.

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