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Radwege in Aubing/Lochham:Besser radeln

Wichtige Radrouten am westlichen Stadtrand: Die Anbindung Münchens an die Stadt Germering läuft entlang des Streiflacher und des Harthauser Wegs, im Bild die Einmündung in den Harthauser Weg.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Nicht alle Wege müssen extrabreit und asphaltiert sein, finden die Lokalpolitiker im Westen. Eine von Schülern und Studenten stark genutzte Strecke allerdings sollte beleuchtet werden

Von Ellen Draxel, Aubing/Lochham

Die Fahrradrouten im Münchner Westen sollen besser werden. Drei Strecken tangieren derzeit den Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied: die Anbindung Münchens an Germering entlang des Streiflacher und des Harthauser Wegs, die Route vom Gewerbegebiet Triebwerk auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks der Deutschen Bahn in Neuaubing nach Lochham sowie die Radverbindung zwischen Puchheim und Aubing längs der Eichenauer Straße.

Die erste Strecke zwischen Germering und München ist bereits als Radhauptroute ausgewiesen. Aus Sicht von Aubings Lokalpolitikern muss der Harthauser Weg künftig deshalb aber nicht auf vier Meter verbreitert werden, da viele Fahrradfahrer bereits den Fuß- und Radfahrstreifen entlang der Bodenseestraße nutzten. Auch sei es unnötig, den Harthauser Weg zu asphaltieren - eine "solide, wassergebundene Decke" genüge, findet der Bezirksausschuss. Allerdings plädieren die Stadtteilvertreter und auch die Stadt Germering dafür, etwaigen Schleichverkehr gegebenenfalls mittels einer Schranke zu unterbinden. Im Bereich des Streiflacher Wegs hingegen halten die Bürgervertreter Asphalt für "unumgänglich", weil eine dort ansässige Firma auf die Nutzung schwerer Fahrzeuge angewiesen ist.

Für unabdingbar erachtet der Bezirksausschuss außerdem eine komplette Asphaltierung der zweiten Route, die von der Bertha-Kipfmüller-Straße in Neuaubing bis zur Sämannstraße in Lochham führt. Der Grund: Die Strecke ist stark frequentiert, sowohl von Schülern, die den Bildungscampus Freiham besuchen, als auch von Radlern, die den Campus Martinsried erreichen wollen. Aubings Lokalpolitiker wollen den Radweg kommendes Frühjahr realisiert wissen, samt bedarfsgesteuerter Beleuchtung "aus Gründen der Schulsicherheit", wie es heißt.

Nicht mehr als eine Forderung ist dagegen momentan noch eine durchgehende Radspur von Aubing nach Puchheim. Zwar gibt es bereits einen Radweg von München aus. Doch dieser endet an der Bahnschranke zur Moosschwaige. Fahrradfahrer müssen danach auf die stark befahrene und sehr schmale Ortsverbindungsstraße ausweichen. Aubings Bürgervertreter bitten deshalb darum, München möge doch mit Puchheim "in Verbindung treten", um eine Fortsetzung des Radwegs bis zum Puchheimer Bahnhof zu ermöglichen.

© SZ vom 14.11.2020
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