bedeckt München
vgwortpixel

Radweg durch die Innenstadt:Der rote Streifen soll weg

Münchens OB Dieter Reiter lässt den markierten Radweg in der Dienerstraße entfernen.

(Foto: Stephan Rumpf)

Die Strecke zwischen Marien- und Odeonsplatz gehört zu den meistkommentierten im Gefahren-Atlas der SZ. Jetzt will Münchens OB Dieter Reiter eine neuralgische Stelle entschärfen. Dabei hofft er auf verständnisvolle Radfahrer.

Im SZ-Gefahren-Atlas, in dem Leser neuralgische Stellen vor allem für Radler nennen und beschreiben konnten, tauchte die Strecke zwischen Marienplatz und Odeonsplatz immer wieder auf. Jetzt soll ein besonders kritischer Engpass in diesem Bereich entschärft werden: die Zone entlang der Freischankfläche des Spatenhauses.

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat bei einem Spaziergang Ende Juli selbst erlebt, wie an dieser Stelle ein Radfahrer und ein Fußgänger handgreiflich aneinandergerieten. Ein rotmarkierter Radstreifen gibt hier den Radfahrern Vorrang, für Fußgänger bleibt daneben praktisch kein Platz.

360° Problemstraßen in München Im täglichen Nahkampf
Analyse
Auswertung des Gefahren-Atlas für München

Im täglichen Nahkampf

5500 Einträge, 60 000 Stimmen: Der Gefahren-Atlas der SZ zeigt, wo sich Radfahrer und Fußgänger in München unsicher fühlen. Wir haben die 20 größten Problemstellen identifiziert - und gefragt, wie Stadt, Polizei und ADFC sie entschärfen wollen.   Von Thierry Backes und Florian Fuchs

Dieser rote Streifen soll noch in dieser Woche samt der entsprechenden Schilder entfernt werden. Der Bereich wird dann als Fußgängerzone, in der auch Radfahren erlaubt, aber nicht mehr privilegiert ist, ausgewiesen. "Das Konfliktpotenzial sollte dadurch deutlich zurückgehen, da Radfahrer (hoffentlich) dann verstärkt um diese Insel herumfahren", teilte OB Reiter der SZ mit.

Der Oberbürgermeister hofft, dass die Radler, die in Richtung Viktualienmarkt unterwegs sind, dann stärker der Wegweisung über die Alternativroute Hofgraben-/Sparkassenstraße folgen werden. "Wir werden die Ergebnisse beobachten", kündigte Reiter an. Foto: Stephan Rumpf

360° Problemstraßen in München Zu voll, zu schmal, zu holprig
Analyse
Häufige Probleme im Gefahren-Atlas

Zu voll, zu schmal, zu holprig

Enge Unterführungen, fehlende Radwege, kurze Grünphasen für Fußgänger: Die Probleme, die die Nutzer in den Gefahren-Atlas der SZ eingetragen haben, sind vielfältig - und immer wieder die gleichen. Eine Übersicht mit Beispielen.   Von Christoph Meyer und Thierry Backes