Radl-Bürgerbegehren  160 000 Unterschriften überreicht

Als "Sensation" bezeichnen die Initiatoren der Bürgerbegehren Radentscheid und Altstadt-Radlring das Ergebnis der Unterschriftensammlung. Am Donnerstag haben sie Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) rund 160 000 Unterschriften überreicht, die zusammen für beide Bürgerbegehren gesammelt wurden. Gebraucht hätten sie jeweils 33 000. Die Unterschriften haben mehr als 1000 Freiwillige innerhalb von drei Monaten gesammelt. Am 24. Juli muss der Stadtrat darüber abstimmen, ob er den Forderungen des Radentscheids nachkommt. Lehnt das Gremium ab, kommt es spätestens im Herbst zu zwei Bürgerentscheiden.

Der Radentscheid München hatte in den letzten Monaten viele Münchnerinnen und Münchner für Radl-Demonstrationen mobilisiert. Unter anderem hatten sich nach Angaben der Veranstalter 15 000 an einer Radsternfahrt und 6000 an der "Ringdemo" am vergangenen Sonntag beteiligt.

Mit seinen Bürgerbegehren will das Bündnis Radentscheid ein flächendeckendes Netz an breiten und sicheren Radwegen in der Stadt München sowie einen sicheren Radring entlang des Altstadtrings durchsetzen. Das würde allerdings zulasten des Autoverkehrs gehen, weil Parkplätze und Fahrspuren gestrichen werden müssten.