Pop-Festival auf Schloss KaltenbergPuls Open Air 2025 fällt aus

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"Matsch Love" gaben sich die Besucher für das Puls Open Air 2024 als Motto.
"Matsch Love" gaben sich die Besucher für das Puls Open Air 2024 als Motto. BR/Raphael Kast

Der Veranstalter und der Bayerische Rundfunk als Medienpartner verordnen sich eine Denkpause. Wie kann man das Newcomer-Open-Air auf dem Gelände des Ritterturniers wieder zum Besuchermagnet machen?

Von Michael Zirnstein

Das Puls Open Air war seiner Zeit immer ein wenig voraus. Wo andere Festivals auf die immer gleichen alten Zugnummern setzten, holte man hier die aufregenden Stars von morgen – Magneten für eine junge Szene, die diese längst feierte. 2024 waren das zum Beispiel Giant Rooks oder der Operetten-Popper Berq. In diesem Juni wurde es ein turbulentes Festival mit Gewitter-Evakuierung und sonnigen Partys: „Matsch Love“. Zu den Konzerten gab es Workshops, Live-Podcasts, Party und Camping – beste Mischung, beste Stimmung. Tausende kamen dafür jedes Jahr auf das Gelände von Schloss Kaltenberg. Aber das reicht nicht: Das Puls Open Air pausiert im nächsten Jahr.

In Fachkreisen ist seit einer Weile sogar von einem „Aus“ die Rede; gerade seit dem Abbruch wegen zu wenig Sicherheitspersonal 2022 habe das Festival eine Schlagseite. Der neue Veranstalter, seit 2023 die Hausherren der Ritterturnier Kaltenberg Veranstaltungs-GmbH selbst, und der Medienpartner und Mit-Kurator Puls, das „junge Content-Netzwerk des Bayerischen Rundfunks“, sehen die Zukunft nicht ganz so düster, wie sie auf der Homepage des Festivals schreiben: „Die nun angekündigte Pause wollen wir nutzen, um das Festivalkonzept mit ausreichend Zeit weiterzuentwickeln und auf die zukünftigen Bedürfnisse des Publikums anzupassen.“

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Auf Nachfrage erklärten die Puls-Verantwortlichen die Lage: „Das Kaufverhalten ist dynamisch und weniger planbar, neue Festivals sind entstanden, und auch die Inflation hat sich auf dem Festivalmarkt bemerkbar gemacht. Darauf wollen wir sowohl strukturell als auch programmatisch Antworten finden und dafür benötigen wir Zeit.“

Ein Grundproblem dürfte die geringe Besucherzahl sein. 8000 seien dieses Jahr gekommen, schreibt Puls. „Da geht noch mehr“, sagt ein Sprecher der Ritterturnier GmbH. Die könnte das Festival prinzipiell auch ohne Puls unter anderem Namen veranstalten. Aber das Festival spiegelt eben die Ausrichtung des Senders wider, „und das hat uns sehr sehr gut gefallen, auf junge Menschen zuzugehen und . Nachwuchskünstler zu fördern“. Man setze daher weiter auf den erfahrenen und dynamischen Partner an seiner Seite, heißt es dort, und sei schon in Gesprächen für die Zukunft.

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