Psychologie:"Der Mensch ist darin geübt, mit Schuld zu leben"

Nach dem Lawinenunglück Italien

"Mit manchen Tieren versteht man sich besser als mit manchen Menschen", sagt Mara-Daria Cojocaru. Das Lieblingstier vieler: der Hund.

(Foto: dpa)

Warum verhätscheln wir Hundewelpen, aber quälen Schweine im Schlachthof und schreddern Küken am Fließband? Ein Gespräch mit Tierethikerin Mara-Daria Cojocaru über Moral und Verdrängung - und warum der Mensch darin so gut ist.

Interview von Martina Scherf

Der Mensch trägt Verantwortung für das Tier "als Mitgeschöpf" - so steht es im Tierschutzgesetz. Trotzdem ist sein Verhalten höchst widersprüchlich: Welpen werden verhätschelt, Küken am Fließband geschreddert. Dieser Widerspruch beschäftigt Mara-Daria Cojocaru, Dozentin an der Hochschule für Philosophie in München, schon lange. Sie befasst sich mit Tierethik, einem Fach, das international an Bedeutung gewinnt. In ihrem Buch "Menschen und andere Tiere: Plädoyer für eine leidenschaftliche Ethik" behandelt sie das Verhältnis von Vernunft und Emotion im Umgang mit Tieren. Cojocaru lebt vegan, mit ihrem Lebensgefährten und drei Hunden aus dem Tierheim. Aus London meldet sie sich per Zoom.

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