Prozess vor dem Amtsgericht Van Buyten wollte nicht für Kindergeburtstag zahlen

Als Verteidiger war Daniel Van Buyten beim FC Bayern erfolgreich - einem Prozess ging er nun lieber aus dem Weg.

(Foto: Rene Ruprecht/dpa)
  • Die Party war angeblich nicht pink genug: Eine Kindergeburtstagsplanerin und Ex-Bayernprofi Daniel Van Buyten streiten vor Gericht um das Honorar für eine Feier.
  • Der Fußballer hat nur einen Teil der Rechnung bezahlt, die Planerin besteht auf die Restzahlung von 350,10 Euro.
  • Van Buyten gibt kurz vor der Verhandlung klein bei.
Von Andreas Salch

"Fußballer? Nein danke", sagt Daniela Schreck und schmunzelt. Die 44-Jährige Firmeninhaberin organisiert Kindergeburtstage. Auch der ehemalige Innenverteidiger des FC Bayern München, Daniel Van Buyten, und dessen Frau Celine zählten schon zu Schrecks Kunden. Vor zwei Jahren sollte sie den Geburtstag der damals dreijährigen Tochter des früheren belgischen Nationalspielers in einem "Indoor-Spielpark" in Grünwald ausrichten.

Doch das, glaubt man den Schilderungen von Daniela Schreck, war alles andere als ein Spaß - weshalb sich die Unternehmerin nun vor Gericht mit Van Buyten um 350,10 Euro. stritt. Der Verhandlungstermin am Dienstag aber platzte, der frühere Fußballer gab kurz zuvor doch noch klein bei.

"Ist das alles?"

Als damals kurz vor Beginn der Feier Van Buytens Frau mit einigen Gästen auftauchte, kam es laut Schreck zum Eklat. Celine Van Buyten habe darauf bestanden, dass die gesamte Galerie des "Indoor-Spielparks" für den Geburtstag ihrer Tochter geschmückt werden solle. Außerdem soll sie moniert haben, dass keine Girlanden aufgehängt worden seien.

Schließlich habe auch Daniel Van Buyten sein Missfallen geäußert, so Daniela Schreck. Nachdem er den Raum betreten habe, soll er nur gesagt haben: "Ist das alles?" Van Buytens Frau Celine soll laut Schreck sämtliche Tischdecken heruntergerissen und ihren Mann nach Hause geschickt haben, um eigenes Dekorationsmaterial zu holen. Zuletzt sei dann alles pink eingedeckt gewesen.

Van Buyten kürzte die Rechnung

Daniel Van Buyten war der Kindergeburtstag im Nachhinein ziemlich übel aufgestoßen. Statt der in Rechnung gestellten 940,10 Euro zahlte er lediglich 590 Euro. Daraufhin erhob Daniela Schreck Klage. Sie wollte die ihr noch zustehenden 350,10 Euro. Immerhin habe sie ja bereits von sich aus auf die Kosten für die Geburtstagstorte und eine Kinderschminkerin verzichtet. Die erste Zahlungsaufforderung soll Van Buyten sinngemäß mit den Worten "ob ich noch ganz sauber bin", quittiert haben, behauptet die Veranstalterin.

Bis Dienstag stritten sich der ehemalige Bayern-Star und Daniela Schreck in einem Zivilverfahren vor dem Amtsgericht München um das Honorar für den Kindergeburtstag. Eigentlich hätte die Causa am Mittag verhandelt werden sollen.

Was der Anwalt des Fußballers sagt

Doch Van Buyten gab wenige Stunden vor dem Aufruf der Sache klein bei. Um 10.05 Uhr erhielt Daniela Schreck von ihrem Anwalt ein Fax. Es handelte sich um ein Schreiben des Amtsgerichts. Darin teilte das Gericht mit, das ein "Anerkenntnis" des Ex-Fußballprofis vorliege, den noch ausstehenden Betrag inklusive einer Mahngebühr zu begleichen.

Van Buytens Anwalt wollte sich im Gegensatz zu der Unternehmerin nicht mehr zu dem "blödsinnigen Zivilverfahren" äußern. Es gehe doch um eine "Allerweltsgeschichte", sagte er am Telefon. Er habe den Verdacht, dass die Klägerin mit den Namen seines Mandanten nur Publicity für sich machen wolle.