Krasavice, wie man sie kennt
Der erste Auftritt von Rapperin Katja Krasavice am Samstag war beinahe ernüchternd. Ihr Outfit konnte man durchaus als reserviert beschreiben. Ein cremefarbenes Dirndl, das scheinbar eher locker zugeknöpft war. Das ist man von der Sängerin, die gerne von ihrem Geschäftserfolg auf der Auszieh-Plattform OnlyFans berichtet, so gewohnt wie Sätze von ihr, die man in der Kita zitieren könnte. Insofern ist es nahezu beruhigend, dass Krasavice einen Tag später vor dem Käfer-Zelt wieder mehr Haut als Stoff und dazu Luxus-Logos wie das ihrer Tasche zeigt.
Weita, weita – Scooter auf der Wiesn

H. P. Baxxter, der Mann mit dem grell friedhofsblond gefärbten Haar und den wie mit dem Zirkel gezogenen Augenbrauen, ist seit Jahren Stammgast auf der Wiesn, obwohl – oder gerade weil? – die Musik ja eher diametral anders als der von ihm produzierte Techno klingt. „Hyper Hyper“ ist lange her, was aber nie ein Hindernis war, doch noch zum Wiesnhit zu avancieren. Rein physikalisch jedoch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der Song mit einem Tempo von 160 Beats pro Minute jede Mass beim Mitschunkeln innerhalb einer halben Sekunde zum Überlaufen bringen würde. Wobei der Song „Wackelkontakt“ vom Oimara, der als Wiesnhit 2025 gehandelt wird, ebenso schnell ist. Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass Baxxters Frau Sara Bakhsh gerne Schlager hört, oder das Prosit-Lied. Und für Baxxter gilt eben einfach nur: Weita, weita – warten auf den musikalischen Wiesndurchbruch.
Schnee trifft Wasser

Viktoria Rebensburg ist eine von den Prominenten, bei denen man sagen kann: Sie ist im Wortsinne herausragend, was prominere im Lateinischen ja bedeutet. Als eine von ganz wenigen deutschen Olympiasiegerinnen im Ski-Sport, nämlich im Riesenslalom 2010. Damit kann sie zwar in Sachen Titelmenge ihrem Nebenmann nicht das Wasser reichen. Der mittlerweile 56-jährige Björn Dunkerbeck hat sagenhafte 42 Weltmeistertitel im Surfen gewonnen. Aber es ist doch immer wieder erstaunlich, dass People-Fotografen von den beiden am Sonntagabend vor dem Empfang der Laureus-Stiftung weniger Bilder machen im Vergleich zu, sagen wir mal, dem Rosenkrieg-erfahrenen Comedian Oliver Pocher. Das würde sich aber wahrscheinlich schlagartig ändern, so sind nun mal die Gesetze des Boulevards und das Interesse der Klatschliebhaber, würden Rebensburg und Dunkerbeck ein Paar.
Patchwork-Wiesn

Marcus Höfl, 51, ehemals Manager von Maria Riesch, der noch etwas erfolgreicheren Skifahrerin als Viktoria Rebensburg, hat nicht nur ebendiese Frau Riesch zwischenzeitlich zu einer Frau Höfl-Riesch gemacht. Er ist – nach der Trennung des in der gemeinsamen Zeit von 13 Jahren sehr oft in den Hochglanzmagazinen auftauchenden Paares im Jahr 2024 – nun wieder mit seiner Ex-Freundin liiert, wie Boulevard-Medien übereinstimmend berichten. Marion Popp, 50, war in den Jahren ohne Höfl mit Wolfgang Niersbach zusammen. Man könnte also sagen: beim Promi-Status des Partners stand es lange Zeit unentschieden. Nun sind Popp und Höfl wieder vereint, was vielleicht auch mit dem dritten Mann auf dem Bild zusammenhängen könnte. Das ist der gemeinsame Sohn Luca, 19.
David Haye ohne zwei Ärmel und mit nur einer Freundin

An diesem Bild sind mindestens zwei Dinge interessant. Zum einen die Wahl des Outfits von David Haye, dem mehrfachen ehemaligen Weltmeister im Schwergewichtsboxen. Wer hat, der zeigt. Das gilt in manchen Kreisen auf dem Oktoberfest nicht nur für die Oberweite bei Dirndln, sondern aufseiten der Männer offenbar auch für die Bizepsweite. Andererseits war es am Samstagabend auch noch ziemlich warm. Nur die Sonnenbrille brauchte es eigentlich nicht abends im Käferzelt. Ganz optisch dezent hingegen die Begleitung von Haye. Das ist das Model Sian Osborne, eine Freundin von Haye. Eine nicht im Sinne von lose befreundet. Sondern eher im Sinne von Beziehung zu mehreren Frauen. Darüber spekuliert das Netz und die britische Boulevardpresse gerne und ausführlich und auch schon seit einiger Zeit. Zumindest an diesem Abend auf dem Oktoberfest war keine weitere Dame in nächster Bizepsnähe in Sicht.
Vroni und die Fotografen

Gerade ist Schauspielerin Veronica Ferres angenehm selbstironisch als Veronica Ferres in der Disney-Serie „Call my Agent Berlin“ zu sehen. Sie stolpert da leicht Sinn suchend über die Idee, auch mal Stand-up-Comedy zu machen. Dann lieber Filmstar bleiben. Was sich zum Beispiel auf dem Oktoberfest manifestiert, wenn nicht nur ein Fotograf Bilder macht wie bei Rebensburg und Dunkerbeck, sondern gleich eine solche Schar, dass sie das Promi-Paar gänzlich umkreisen. Eine Art Blitzlicht-Karussell.
Wie man Fotografen zum Abdrücken bringt

In einem animierten Film über die Promis der Wiesn würde sich die Bavaria-Statue beim Anblick dieser Turnübung des regionalen C-Promi-Paares Giulia Siegel und ihres Freundes Ludwig Heer, Moderatorin und DJ respektive Koch und Gastronom, eher abwenden und sich vielleicht den Kranz vor die Augen halten. Ist das peinlich? Vielleicht. Eine Eiskunstlaufübung mit dem Schwierigkeitsgrad null vorzuführen, ist vor allem aber einfach folgerichtig für Tag und Ort. Denn die Matthias-Pschorr-Straße zwischen Bavaria und Toboggan ist am ersten Wiesnsonntag schlicht ein einziger Laufsteg, ein roter Teppich ohne Teppich. Wer sich da behaupten will, muss eben vorlegen. Oder vortanzen.

