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Prinz Myshkin:Koh-Samui, Gemüse-Einerlei

Statt Wein begnügen wir uns mit einem Wellness-Getränk "Ginko" (4,40 Euro) und einem griechischen Bergtee (4,30 Euro). Wenn schon vegetarisch-gesund, dann aber richtig! Doch, naja, es harmoniert nicht so richtig mit unserem Essen. Nur so viel: "Ginko" löscht den Durst und der Bergtee hätte genauso gut ein Kamillentee sein können.

Als Hauptgerichte bestellen wir thailändisches "Koh Samui" (14,50 Euro) und italienische "Triangoli" (9,40 Euro). Ersteres, ein buntes Gemüse-Einerlei, bestehend aus Champignons, Paprika, Sojasprossen, Zuckererbsen und Cocos-Curry-Zitronengrassauce, überzeugt. Aber wo ist der Geschmack vom Zitronengras geblieben? Hier hätte es eine etwas mildere Schärfe getan. Trotzdem: Die vielfältigen Gemüsesorten, dazu Vollkorn-Basmatireis, brauchen keinen Fleischzusatz. So gesehen passt es.

Auch bei den "Triangoli", den Nudeltaschen, fehlt das Fleisch nicht. Die Steinpilz-Ricotta-Füllung ist originell und harmoniert perfekt mit dem parmesanigen Pasta-Geschmack. Einziger Kritikpunkt: Die über den Nudeln zerlassene Butter. Sollte die nicht nach Salbei schmecken? Tut sie aber nicht.

Das Dessert lässt auf sich warten. Offenbar hat uns der Kellner schon wieder übersehen. Schade. Dafür entschädigt der herrliche Apfelstrudel "Prinz Myshkin" (4,90 Euro), herb-nussig mit süßer Vanillesauce. Beim Mango-Tiramisu (6,80 Euro) spart sich das Restaurant allerdings echte Mangos und begnügt sich mit in Mango-Saft getauchten Biscuit-Stückchen.

Das Restaurant ist sicherlich einen Besuch wert - auch wenn der Service in punkto Freundlichkeit um einiges dazu lernen muss. Immerhin sind wir nun überzeugt, dass auch allein Gemüse satt machen und obendrein gut schmecken kann. Die Experimentierfreudigkeit im Prinz Myshkin aber fehlt.