Russische Oper am GärtnerplatztheaterDie Panzer rollen diskret

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Der Krieg ist immer gegenwärtig: Ein brennender Panzer hinter dem Gaze-Vorhang in der Oper „Fürst Igor“ am Gärtnerplatztheater.
Der Krieg ist immer gegenwärtig: Ein brennender Panzer hinter dem Gaze-Vorhang in der Oper „Fürst Igor“ am Gärtnerplatztheater. Markus Tordik

Vielleicht der Höhepunkt der Spielzeit: Am Gärtnerplatztheater buchstabiert Regisseur Roland Schwab nichts aus in seiner Inszenierung der Kriegsoper „Fürst Igor“. Das macht sie umso stärker.

Kritik von Paul Schäufele

Es dauert eine Weile, bis der Elefant im Raum sich auf die Bühne traut. Und selbst das geschieht auf denkbar diskrete Weise: Ein brennender Panzer wird hinter einem Gaze-Vorhang in die Steppe projiziert. Alexander Borodins epische Oper „Fürst Igor“ handelt vom Krieg, vom gewaltsamen Aufeinandertreffen zweier Kulturen, vom Sterben. Themen, für die Roland Schwab am Gärtnerplatztheater eine durch und durch schlüssige Form findet. Dank seiner intelligenten Regie und einem bravourösen Ensemble schon jetzt ein Höhepunkt der Spielzeit.

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Wie Roland Schwab den „Fürst Igor“ am Gärtnerplatztheater inszeniert
:„Ich mag Geheimnisse im Leben und auf der Bühne“

Ein Pazifist, der ein Kriegsdrama vertont: „Fürst Igor“ war schon für den Komponisten Alexander Borodin eine Herausforderung. Regisseur Roland Schwab, der die Oper am Gärtnerplatztheater München inszeniert, findet jedoch nicht nur diese Schieflage reizvoll.

Von Klaus Kalchschmid

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