München heute:Preissteigerungen der Stadt im Überblick / Pläne der Corona-Demonstranten

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München heute: Das Parken in München wird teurer.

Das Parken in München wird teurer.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

von Andreas Schubert

Wenn ich in meiner Straße in der Isarvorstadt schnell mal auf die gegenüberliegende Seite will, ist das oft gar nicht so einfach. Die Autos parken manchmal so eng aneinander, dass ich als nicht übermäßig fülliger Erwachsener kaum durchpasse und mich frage, wie die Leute überhaupt aussteigen konnten.

München ist, gerade in zentrumsnahen Vierteln, mit Blech zugestellt wie nie zuvor. Kein Wunder, dass die Stadt dies ändern will. Höhere Parkgebühren könnten das richten, das zeigt das Beispiel London. In einer Studie haben BMW und das Karlsruher Institut für Technologie zwei Stadtviertel in München und London verglichen, in denen die Einwohnerzahl jeweils um etwa 20 Prozent gestiegen war. Ergebnis: Im Münchner Viertel stieg die Zahl der privaten Autos fast in gleicher Größenordnung. In London ging die Zahl sogar um vier Prozent zurück. Das liegt daran, dass die britische Metropole schon länger ein gestaffeltes Preissystem für Anwohnerparklizenzen anwendet. Während in München der öffentliche Grund pauschal für 30 Euro im Jahr quasi verschenkt wird, zahlt man in London für kleine Elektrofahrzeuge nur eine sehr geringe Gebühr, für schwere Dieselfahrzeuge dafür fast 600 Euro.

München würde die Anwohnerausweise gerne auch teurer machen, darf das aber nicht. Denn noch hat der Freistaat keine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen. Bei Parkausweisen für das Gewerbe will die Verwaltung allerdings künftig kräftig hinlangen, was nicht überall gut ankommt. Handwerker können in den meisten Fällen nicht auf ihr Auto oder den Van verzichten. Dass Fliesenleger, Maler und Trockenbauer fortan mit dem Lastenrad zur Baustelle kommen, ist jedenfalls höchst unwahrscheinlich.

Opposition und Handwerkskammern wehren sich nun gegen die Pläne von Grünen und SPD. Die FDP zum Beispiel fürchtet, dass die höheren Parkgebühren dann einfach auf die Kunden umgelegt werden. Ob das eine neue Do-it-yourself-Welle auslöst, wird sich zeigen.

Um den Preis fürs Parken ist ein Streit entbrannt, es ist jedoch nicht der einzige Bereich, in dem in München die Preise steigen. Ob beim Baden, Busfahren oder bei den Müllgebühren: Stadtbewohner müssen im neuen Jahr in vielen Bereichen tiefer in die Tasche greifen. Mein Kollege Yannik Schuster hat einen Überblick erstellt. Vielleicht wird es bald sogar teurer, auf die Toilette zu gehen.

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