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Polizei München:Verdächtiger gesteht Vergewaltigung an der LMU

Sanierter Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität in München, 2013

Lichthof in der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

(Foto: Catherina Hess)
  • Der 25-jährige Tatverdächtige soll im Polizeiverhör die Vergewaltigung einer Studentin an der LMU gestanden haben.
  • Die Polizei hatte den Mann am Montagabend festgenommen. Dabei soll der mutmaßliche Täter versucht haben, die Beamten zu schubsen und zu schlagen.
  • Der 25-Jährige soll am Montag erneut an der Uni versucht haben, in besetzte Kabinen auf der Damentoilette einzudringen.

Der mutmaßliche Vergewaltiger einer 25-jährigen Studentin hat seine Taten gestanden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hat der ebenfalls 25 Jahre alte Verdächtige bei seiner Vernehmung zugegeben, die junge Frau am vergangenen Freitag in einer Toilette der Ludwig-Maximilians-Universität sexuell missbraucht zu haben.

Auch dass er am Montag erneut an den Tatort kam und gewaltsam versuchte, in eine besetzte WC-Kabine einzudringen, hat er laut Polizeisprecher Christoph Reichenbach eingeräumt. Das Ergebnis des DNA-Tests stehe allerdings noch aus. Ob der 25-Jährige tatsächlich Physik-Student an der Hochschule München ist, wie er selbst angibt, sei noch nicht abschließend geklärt. Verbindungen zu anderen Vergewaltigungsfällen gebe es bislang nicht, so Reichenbach. Es hätten sich auch keine weiteren Opfer bei der Polizei gemeldet.

Die für die Sicherheit an der Universität Zuständigen würden nun zügig mit der Polizei klären, welche Konsequenzen nach dieser Tat zu ziehen seien, teilte LMU-Sprecherin Luise Dirscherl mit. Es gebe ein Sicherheitskonzept, das regelmäßig optimiert werde. "Gerade nach so einem bisher nie da gewesenen Fall muss man diesen Prozess starten", so Dirscherl. "Den Maßnahmen - wie etwa einer Überwachung durch Sicherheitskameras - sind natürlich auch Grenzen gesetzt, beispielsweise bei einem Tatort Toilette."

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