SEK-EinsatzPolizei gibt Warnschüsse ab: Was in der Wohnung im Domagkpark geschah

Lesezeit: 1 Min.

Bei einem Polizeieinsatz im Domagkpark hat ein Beamter zur Waffe gegriffen und geschossen.
Bei einem Polizeieinsatz im Domagkpark hat ein Beamter zur Waffe gegriffen und geschossen. Robert Haas

Bei dem Einsatz am Mittwoch greift ein Polizist zur Waffe. Nun werden neue Hintergründe zu dem Vorfall bekannt.

Von Stephan Handel

Nach dem Schusswaffengebrauch bei einer Wohnungsdurchsuchung in Schwabing-Freimann am Mittwochmorgen hat die Polizei neue Details bekanntgegeben. Demnach sollten Beamte des Spezialeinsatzkommando gegen sechs Uhr eine Wohnung im Domagkpark durchsuchen. Nachdem sie die Wohnungstür gewaltsam geöffnet hatten, trat ihnen der Bewohner, ein 52-jähriger Mann, mit einer Schreckschusspistole in der Hand entgegen, aus der er laut Polizei zwei Schüsse abgegeben habe. Einer der Beamten gab daraufhin zwei Warnschüsse ab. Daraufhin ergab sich der Mann, legte die Waffe ab und wurde festgenommen.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich neben ihm noch seine Ehefrau und die zwölfjährige Tochter in der Wohnung. Der 52-Jährige wurde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung angezeigt. Er kam nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß.

Die Durchsuchung steht im Zusammenhang mit einem Vorfall in der Max-Bill-Straße, ebenfalls im Domagkpark, vom 19. August. An diesem Tag sollen sich zwei verfeindete Gruppen auf der Straße gegenübergestanden haben, der nicht näher bekannte Konflikt schwelt wohl schon länger. Bei der Auseinandersetzung kam es schließlich zu Handgreiflichkeiten. Dabei wurden zwei 19-jährige Männer aus der einen Gruppe verletzt, beide mussten ins Krankenhaus, einer davon mit einer tiefen Bauchwunde. Lebensgefahr besteht aber mittlerweile nicht mehr.

Nach der Durchsuchung am Mittwoch fand eine zweite ganz in der Nähe statt. Dabei fiel den Beamten ein junger Mann auf, den sie im Verdacht hatten, an der Auseinandersetzung vom 19. August beteiligt gewesen zu sein. Er zeigte sich allerdings nicht aussagebereit. Das werteten die Polizisten als mögliche Strafvereitelung – eine Straftat. Deshalb wurde er vorübergehend festgenommen, später jedoch wieder entlassen. Ob er in der Vernehmung ausgesagt hatte, wurde nicht mitgeteilt. Die Ermittlungen dauern an. Das Landeskriminalamt führt wie üblich die Untersuchungen wegen des polizeilichen Schusswaffengebrauchs.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

ExklusivProzess in München um Darlehensverträge
:Liebe, Lügen und eine Strafanzeige: Lilly Becker geht wieder vor Gericht

Die Ex-Frau von Tennis-Star Boris Becker streitet mit einem Ex-Partner um Geld und Wahrheit. Vor dem Oberlandesgericht in München will sie nun Beweise vorlegen, dass Unterschriften von ihr nachträglich in Dokumente kopiert wurden.

SZ PlusVon Susi Wimmer

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: