Polizei Attacke auf Regionalzug

Unbekannte legen zwischen Oberschleißheim und Feldmoching Kabelstränge auf die Gleise. Die Fahrgäste sind nur mit Glück einer Katastrophe entgangen.

Fahrgäste eines Regionalzugs sind am Samstagabend nur mit Glück einer Katastrophe entgangen. Der Alex-Zug auf dem Weg nach München überfuhr gegen 19.35 Uhr zwischen Oberschleißheim und Feldmoching auf den Gleisen liegende Kabelstränge, die bislang unbekannte Täter von einer nahen Baustelle herangeschleppt hatten. Der Zugführer bemerkte, dass er einen Gegenstand überfahren hatte, im selben Moment wurde eine Zwangsbremsung des Zuges eingeleitet. Der Zug wurde durch die Kollision beschädigt, Verletzte gab es nach Angaben der Polizei nicht, der Zug konnte später seine Fahrt fortsetzen.

Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag, dass es durchaus zu einer Katastrophe hätte kommen können, wenn der Zug entgleist wäre - in unmittelbarer Nähe des Anschlagorts ist eine Brücke, die der Zug hätte rammen können.

Die Kriminalpolizei nahm noch am Samstagabend die Ermittlungen auf, der Tatort wurde von der Feuerwehr großräumig ausgeleuchtet. In der Folge war die Strecke zwischen Feldmoching und Oberschleißheim bis spät in die Nacht gesperrt, zwischen Oberschleißheim und Freising richtete die Bahn einen Ersatzverkehr mit Taxis ein, zusätzlich gab es Pendel-S-Bahnen zwischen Flughafen und Oberschleißheim. Erst um 3.30 Uhr gab die Bahn Entwarnung.