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Podiumsdiskussion:Von gestern in die Zukunft denken

Im Volkstheater wird über Bedeutung, Formen und Möglichkeiten des Erinnerns gesprochen.

Von Franziska Herrmann

Ein Jahr nach dem Anschlag wurde das Denkmal für die Attentatsopfer auf der Wiesn eröffnet. 1987 wurden Opfernamen eingraviert. 2008 wurde es überarbeitet. In diesem Jahr eröffnet eine Dokumentation als Ergänzung. Wie verhält es sich eigentlich mit der Erinnerungskultur? Zum 40. Jahrestag findet am 29. Oktober die Abschlussveranstaltung "Warum erinnern" im Volkstheater statt. Ausgehend von der rechtsextremistischen Tat wird nach der gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Bedeutung von Erinnerung gefragt, nach ihren Formen und den Aushandlungsprozessen. Welche Bedeutung kommt der Erinnerung an extremistischen Gewalttaten, an Täter und Opfer, in Politik, Gesellschaft und Kultur zu? Und wo stehen wir heute? Welche Perspektiven eröffnen sich für die Zukunft? Es diskutieren die Autorin Jana Hensel, Tunay Önder von den Münchner Kammerspiele, Sabine Schalm vom Kulturreferat Stadtgeschichte, Magdalena Siebert von der DGB-Jugend München, Christoph Kopke von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und Christian Stückel vom Volkstheater. Mirjam Zadoff vom NS-Dokumentationszentrum München moderiert die Veranstaltung.

Abschlussveranstaltung, Di., 29. Okt., Münchner Volkstheater, Briennerstr. 50, Anmeldung erforderlich unter: Telefon 5234655, barrierefrei

© SZ vom 24.09.2020

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