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Planegg:Wehmut zum Schluss

Planeggs scheidender Bürgermeister zeichnet Vorgänger aus

Als letzte offizielle Amtshandlung hat Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) bei einer Sitzung im nach Corona-Regeln umgestalteten großen Saal des Kupferhauses drei ehemalige Bürgermeister der Gemeinde als "Altbürgermeister" ausgezeichnet - eine in Deutschland mögliche Ehrenbezeichnung für Amtsträger, die sich besonders um ihre Kommune verdient gemacht haben. Günther Schuppler (CSU), Bürgermeister von 1982 bis 1990, Ulrike Höfer (CSU), Amtschefin von 1996 bis 2002 und Dieter Friedmann (SPD), Bürgermeister von 2002 bis 2008, erhielten eine Urkunde. Gleichzeitig verabschiedete Hofmann die Gemeinderäte, die zur Kommunalwahl nicht mehr angetreten oder nicht mehr gewählt worden waren: Anneliese Bradel, Karin Detsch, Peter Heizer, Bernd Gropper, Christian Haugg, Bruno Rigon, Gerhard Schleburg, Monika Schulz, Herbert Stepp, Werner Strobl, Ralf Tatzel und Peter Weber. Einige von ihnen hatten jahrzehntelang als Gemeinderäte oder auch als Zweite und Dritte Bürgermeister fungiert.

Bei dieser "denkwürdigen letzten Sitzung des Gemeinderats", wie Hofmann formulierte, gab es viel Lob und Dank, auch für die Mitarbeiter der Rathaus-Verwaltung. Zweiter Bürgermeister Peter Heizer nannte die Zusammenarbeit mit Hofmann "stets kooperativ, engagiert und zielorientiert". Vieles sei erreicht worden, einiges auch nicht, darunter der ersehnte erste Spatenstich für die U-Bahn. Hofmann lobte die "fairen Abwägungsprozesse" in der Entscheidungsfindung und betonte, mehr als 95 Prozent der Gemeinderats-Beschlüsse seien mit mindestens Dreiviertel-Mehrheit gefällt worden: "Es war mir eine Ehre", sagte er etwas wehmütig zum Abschied.

Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats mit der Vereidigung des neuen Bürgermeisters Hermann Nafziger (CSU) und der Wahl seiner Stellvertreter, findet am Montag, 11. Mai, 19.15 Uhr, im Kupferhaus statt.

© SZ vom 04.05.2020 / rar
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