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Planegg:Diebe satteln um

2020 wurden weniger Autos, aber mehr Räder gestohlen als 2019

Von Veronika Ebner, Planegg

Die Kriminalität im Würmtal hat im vergangenen Jahr zugenommen. Laut Jahresbericht der Polizeiinspektion 46 (Planegg) stieg die Zahl der Delikte im Gebiet der fünf Gemeinden Planegg, Gräfelfing, Neuried, Krailling und Stockdorf im Vergleich zu 2019 um 16,5 Prozent. Damit befinde man sich etwa auf dem Niveau von 2018, teilte Inspektionschef Thomas Sorgalla mit. Lediglich in der Gemeinde Neuried gab es 42 Straftaten weniger als im Vorjahr.

Allerdings hat sich die Häufigkeit der unterschiedlichen Vergehen im Zuständigkeitsbereich der Planegger Polizei verschoben. Während Sachbeschädigungen und Rohheitsdelikte wie Raub beziehungsweise Körperverletzung 2020 häufiger vorkamen, gingen schwere Diebstähle oder das Erschleichen von Leistungen etwas zurück. Konkret heißt das, dass es zu 339 Sachbeschädigungen kam, 94 mehr als 2019. Hinzu kommen 209 Rohheitsdelikte im Vergleich zu 157 im Jahr 2019.

Die Polizei führt diesen Zuwachs unter anderem auf die pandemiebedingte Situation zurück. Straftaten seien häufiger im näheren Wohnbereich begangen worden, als dies zuvor der Fall gewesen war. Diebstähle an oder aus Autos wurden seltener gemeldet (21 statt zuvor 45), Fahrräder wurden dafür umso häufiger gestohlen (148 statt 93). Die Zahl der Fahrraddiebstähle hat im Vorjahresvergleich demnach um mehr als 50 Prozent zugenommen.

Die Unfallstatistik zeigt außerdem einen deutlichen Rückgang der Verkehrsunfälle (minus 17,7 Prozent), jedoch bleibt die Anzahl der Verletzten in etwa gleich. Zudem war für 2020 im Würmtal ein To- desopfer bei einem Verkehrsunfall zu verzeichnen.

© SZ vom 13.04.2021
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