Perlach Zwei Gleise als Ausweg

Stadtteilpolitiker pochen auf den Ausbau der S 7 im Osten

Der zweigleisige Ausbau der S 7 auf ihrem östlichen Ast ist eine Forderung, die seit Jahren erhoben wird. Pendler aus dem Landkreis wünschen ihn sich ebenso wie viele Fahrgäste aus München. Mittlerweile haben sich die Bezirksausschüsse Ramersdorf-Perlach und Obergiesing-Fasangarten sowie die Rathaus-Grünen für eine Verbesserung des Betriebs auf der Bahnstrecke zwischen Giesing und Kreuzstraße eingesetzt. Doch die Gespräche zwischen den Beteiligten scheinen sich zäh zu gestalten. So erhielten die Mitglieder in Ramersdorf-Perlach nun die Auskunft, dass man im Kommunalreferat ihren Antrag "aufgrund der notwendigen Abstimmungen mit dem Freistaat Bayern nicht fristgerecht bearbeiten" konnte. Allerdings sei er bereits in den Beschlussentwurf aufgenommen, über den die Stadträte voraussichtlich im April befinden werden.

Dazu hat nun seinerseits das Bürgergremium - fristgerecht - seine Stellungnahme abgegeben, die zuvor im Unterausschuss Mobilität und Umwelt ausgearbeitet worden war. Demnach unterstützen die Lokalpolitiker im Stadtbezirk die Stadt und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in ihren Bemühungen, den zweigleisigen Ausbau bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft voranzutreiben. Die S 7 (Ost) sei derzeit die einzige S-Bahn-Strecke im Stadtgebiet und im näheren Umfeld, die nur eingleisig ausgebaut sei. Der Ausbau sei für eine erhöhte Attraktivität unabdingbar, weswegen auch die langfristige Forderung nach einem Zehn-Minuten-Takt aufrechterhalten werde. Die durch die vielen Betriebsstörungen auf der S 7 (Ost) verursachte Unzuverlässigkeit widerspreche ganz klar den Zielen des Münchner Verkehrsentwicklungsplans.