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Pasing/Obermenzing:Doppel- und Sonderschichten

Lokalpolitiker fordern von der Stadt mehr Einsatz für Schulweghelfer

Ihr Einsatz war immer schon wichtig und selbstlos. In den vergangenen Wochen jedoch haben die Schulweghelferinnen und -helfer noch mehr leisten müssen als sonst. Denn sie hatten Doppel- und Sonderschichten zu leisten, weil die Grundschulen mit versetztem Unterrichtsbeginn auf die Pandemie reagiert haben. Seit Jahren aber fehlen auch im Stadtbezirk Pasing-Obermenzing Menschen, die dieses Ehrenamt übernehmen. Per Antrag, der von der CSU-Fraktion eingebracht wurde, fordert nun der Bezirksausschuss die Landeshauptstadt auf, fürs Viertel Schulweghelfer zu gewinnen. Insbesondere, so wird betont, sollten die Schulweghelferinnen und -helfer wegen der Corona-Krise nicht schlechter gestellt werden. Damit verweist der Antrag auf den Umstand, dass den Ehrenamtlichen Anfang August vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) mitgeteilt wurde, dass sich die Abrechnungssystematik für ihre Standzeiten verändern werde. "Mit dieser Veränderung reduziert sich für eine Reihe von Schulweghelferinnen die Aufwandsentschädigung, die sie für ihr Ehrenamt erhalten", schreibt die CSU in ihrer Antragsbegründung. Aktuell erhalten die Helfer laut KVR-Broschüre für jede angefangene Stunde eine Aufwandsentschädigung von 6,50 Euro (netto), maximal 16 Euro pro Tag. Zudem sind sie kostenlos unfallversichert während der Standzeiten sowie auf dem direkten Weg zum Einsatzort und zurück. Wer sich für das Ehrenamt interessiert, bekommt Infos vom KVR, Telefon 233-396 66, oder meldet sich dort per E-Mail an schulwegdienste.kvr@muenchen.de.

© SZ vom 13.10.2020 / czg

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