bedeckt München

Pasing:Klare Entscheidung

Letzte zentrale Bahnfläche: Auf dem 33 Hektar großen Areal an der Paul-Gerhardt-Allee sollen einmal 5500 Menschen wohnen und Arbeitsplätze für etwa 800 Menschen entstehen. Simulation: Maier Neuberger Architekten/Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten

Jury legt Entwurf für Neubaugebiet Paul-Gerhardt-Allee vor

Von Sebastian Krass, Obermenzing

Der Architekturwettbewerb für die letzten drei noch ausstehenden Bausteine des Neubaugebiets an der Paul-Gerhardt-Allee ist entschieden - zumindest teilweise: Das Münchner Büro Maier Neuberger Architekten hat gemeinsam mit Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten nach einstimmiger Auffassung der Jury den besten Entwurf für die Baufelder WA7 (1) und WA7 (2) vorgelegt. Das geht aus einer am Donnerstag versandten Mitteilung der Stadt hervor. Es handelt sich dabei ein Projekt mit insgesamt etwa 400 Wohnungen. Für das benachbarte Baufeld WA8, in dem geförderte Wohnungen und eine Kita entstehen sollen, liegt hingegen in den Augen der Jury auch nach zwei Wettbewerbsrunden noch kein zufriedenstellendes Ergebnis vor. Deshalb wird dem Investor für die drei Baufelder, dem Unternehmen Artec Wohnbau aus Pullach, empfohlen, "die weitere Planung frühzeitig mit dem Planungsreferat abzustimmen", wie es in der Mitteilung heißt.

Im 33 Hektar großen Entwicklungsgebiet an der Paul-Gerhardt-Allee, das in Teilen schon fertiggestellt ist, sollen am Ende 5500 Menschen wohnen und Arbeitsplätze für etwa 800 Menschen entstehen. Es handelt sich um die letzte der "zentralen Bahnflächen" in München, die noch entwickelt wird. Vorläuferprojekte waren etwa der Hirschgarten und der Arnulfpark.

Der Wettbewerb für die Baufelder WA7 und WA8, die am nördlichen Rand des Entwicklungsgebiets liegen und von der Peter-Anders-Straße und der Rhea-Lüst-Straße als Stichstraße erschlossen werden, hat einen ungewöhnlich langen Verlauf genommen. Schon in der ersten Sitzung im Juli 2020 fand die Jury keinen der sieben Entwürfe überzeugend genug für einen ersten Preis, es gab stattdessen zwei zweite Preise, einen dritten Preis und einen vierten Preis. Die ersten drei wurden mit einer Überarbeitung beauftragt. Die erbrachte zumindest für das zweigeteilte Feld WA7 eine überzeugende Lösung, wie die Jury im Dezember 2020 urteilte. Für das Feld WA8 hingegen habe die Jury "trotz Überarbeitung keine konkrete Empfehlung aussprechen können", heißt es in der Mitteilung, die nun erst knapp drei Monate später versandt wurde.

© SZ vom 05.03.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema