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Pasing/Hadern:Unter Beobachtung

Die Entwicklungen um den Kiesabbau im Würmtal werden auch in der Münchner Stadtverwaltung und in den westlichen Stadtteilen kritisch beobachtet. Als Träger öffentlicher Belange können sie ihre Position in Form einer Stellungnahme im Raumordnungsverfahren für den Kiesabbau der Firma Glück westlich von Planegg im Bereich der "Dickwiese" einbringen. Der Bezirksausschuss Hadern hat bereits im Juli mehrheitlich beschlossen, das Raumordnungsverfahren abzulehnen. Der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing wiederum unterstützt die Sichtweise des Münchner Planungsreferats. Dieses hat die Regierung von Oberbayern aufgefordert, eine Umweltverträglichkeitsprüfung zum Projekt durchzuführen oder zumindest naturkundliche Expertisen in Auftrag zu geben. Das Referat beurteilt den geplanten Kiesabbau im regionalen Grünzug, der als Kaltluftentstehungsgebiet und Frischluftleitbahn sehr wichtig ist, als "äußerst kritisch". Zudem befinde sich das Abbaugebiet im gesetzlich streng geschützten Bannwald und in einem Naherholungsraum. Die artenschutzrechtlichen Bewertungen der Fläche im Raumordnungsverfahren haben laut Referat methodische Mängel und basierten auf circa 20 Jahre alten Vogeldaten. Ohne aktuelle Kartierung könne man diese nicht mittragen. Zudem würden Angaben fehlen über die Herkunft des Materials, das Glück einsetzen will, um die Fläche nach dem Abbau wieder zu verfüllen.

© SZ vom 14.09.2019 / czg
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