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Panne beim Onlinebanking:Verbraucherschützer sind entsetzt

Ein Vertrauensbonus also, von dem die Münchner Wirtin allerdings keine Ahnung hatte. Erst ihr Steuerberater klärte sie am Tag nach der versehentlichen Transaktion auf, was sie angerichtet hatte. Nette Idee, befand der, bestand jedoch darauf, sie möge bitte sein Salär überweisen und nicht abbuchen. Was die Wirtin natürlich tat.

Doch die Geschichte geht weiter. Frau B., die ob der pekuniären Peinlichkeit nur ungern ihren Namen in der Zeitung lesen will, überwies alle Fehlbuchungen am 2. August doppelt zurück - und informierte zusätzlich ihre Bankfiliale in Haidhausen.

Dort räumte man nach geraumer Zeit auch einen "technischen Fehler" ein, wie die Münchnerin sagt. Und dann buchte die Bank, ohne dass es diesmal Frau B. angeordnet hatte, nochmals von ihrem Konto alle Geldbewegungen ab. Seit dem 6. September scheint immerhin alles wieder seine Richtigkeit zu haben: Das Geld ist dort, wo es hingehört.

Die Verbraucherzentrale zumindest reagiert entsetzt. "Ein Unding" nennt deren Finanzexperte Sascha Straub die Vorgänge und bezeichnet das geschilderte Szenario als "Lücke im Sicherheitssystem". Die Stadtsparkasse hält den Fall für weniger dramatisch. Von einem "kleinen menschlichen Versagen" spricht man dort, das mittlerweile jedoch korrigiert sei.