„Hingabe, Hingabe bis ins Letzte!“ Dieser Satz von Oskar Maria Graf steht auf der Rückseite der Speisekarte, die eigens für seinen Geburtstagsabend gedruckt worden ist. Gewiss ein schöner, zitierfähiger Satz, und doch: In der Brasserie im Münchner Literaturhaus, die seinen Namen trägt, huldigen Schriftsteller und Publikum am 22. Juli zwar einem der ganz Großen der Literatur – verschweigen lässt sich jedoch nicht, dass die Hingabe, insbesondere die weibliche, dabei auch als zweifelhafte Forderung in die Kritik gerät.
Oskar Maria Grafs FrauenbilderVon Müttern, die erschüttern
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Insbesondere seiner Mutter setzte Oskar Maria Graf ein literarisches Denkmal. Wie lässt es sich aus heutiger Sicht deuten?
privatIm Literaturhaus München umkreisen anlässlich von Oskar Maria Grafs 130. Geburtstag ein Abend und eine Tagung die Frauenbilder im Werk des bayerischen Weltschriftstellers. „Mütter, Arbeiterinnen, Revolutionärinnen“: Wie modern wirken Grafs Frauenfiguren?
Von Antje Weber
